92 Leben, Charakter und Amtsführung
die Augen brachen ihm, die Aerzte konnten keinenPuls mehr fühlen, und sie verließen ihn als einenTodten. Dieses wahrete bis in die Mitternacht/da er wieder zu sich selbst kann Nach Verfließuugeiniger Tage nahm seine Kraft so zu, daß einigeAerzte den Vorschlag thaten, ihn in ein Bad zubringen, welches aber andere widerriethem Sieließen ihm also selbst die Wahl, und er bequemtesich dazu. Die ersten Wirkungen davon warensehr gut; und erweckten eine große -Hoffnung. JedochdieFolge und Beständigkeit elicb aus,und mm warweiter nichts als eine gänzliche Auflösung aus allemJammer seines Lebens zu erwarten. Ehe aber die-se erfolgte, gieng noch manches bey ihm vor; wel-ches von einem harten Kampfe und seligen Ueberwin-dung zeuget^ Denn wenig Tage vor seinem Endehörete man ihn unter großer Bewegung seines Gei-stes also reden: Hebe dich weg von mir, du im«verschämter Feind aller Menschen, dn listigerBetrüger! kommst dn nun noch, mich zu beun-iruhigen, da ich so schwach bin, d6 ich im Be-griff'bin, hinzugehen zu meinen Gott, und derTod mich auffordert.' Beunruhige mich nicht/denn ich gehöre dir nicht an. Ich bin ganzUnd gar des Herrn. Christus ist mein, undich bin sein, und zwar Rraft eines ewigeitBundes. Ich habe ihm zugeschworen, desHerrn zu sezm, und ich wills ewig se;?n. He-be dich weg von mir! Diese letzen Worte wie-derholet«: er öfters und mit großem Nachdruck. Kurzvor seinem Ende begehrete er von seiner EhegattinnAwas in die Höhe gehoben zu werden, und als die-ses geschehen, richtete er seine Augen mit einem sehn-