des Aukoris. 7?
Mit diesen, die zum Theil zu seiner ehmaligmHeerde in Tannton gehvreten, erbauete er sich imGefängniß täglich, die andern aber ermunterte erdurch Briefe, darin er gemeiniglich solche Materienabhandelte, die zu ihrer geistlichen Stärkung ge-reichten. Die 46. Personen, die mit ihm gesang-lich waren eingezogen worden, kamen bald wiederlos; er aber mußte noch eine Zeltlang bleiben. Die-sen nun ertheilet-' er bey ihrem Ausgange aus demGefangnisse eine Ermahnung, die wohl werth ist,daß sie allhier eingerücket werde,wie sie von einem sei-ner Freunde niedergeschrieben werden. Sis ent-deckt seinen gottseligen Sinn mitten unter diesen Lei-den, und ist voll Salbung.
§. ^ z i.
Herzlichgeliebte Vrüder! Meine Zeit ist zwarkurz, und meine Kraft ist klein; aber ich kann euch nichtaus diesem Gefangnisse Mhen lassen, ohne euch einenwohlgemeynten Rath mit auf den Weg zu geben. Ichwerde meinen Antrag so wohl auf euch richten, die ihrhier meine Mitgefangene gewesen, als auch auf eureFreunde, die uns zuweilen besuchet haben. Euch,meine Mitgefangene, will ich theils wozu ermähnen,theils aber auch wovon abmahnen und bittlichwarnen.
l. Was meine Ermahnung betrifft, so will icheuch folgende Stücke zu Gemüthe führen.
i. Freuet euch mit sirtern über euer Ge-fängniß, und den durin empfangenen Trost.Wer kann alle Barmherzigkeit erzählen, die euch all-hier wiederfahren ist : Weder meineZeit noch meineKräfte lassen es zu, dieselbigen zu erzählen. SehetM dflhin, hflß s'n Ms fMM, Mp, wie ich