64 Leben, Charakter und Amtsführung
führung ihrer verstoßenen Lehrerzu einer lebendigenErkenntniß des Evangelii waren gebracht worden.Daraus entstanden innerliche MißHelligkeiten undöffentliche Spaltungen. Einige sonderten sich ganzund gar vom öffentlichen Gottesdienste ab; andereverließen ihreParochialkirchen, und liefen in ande-re Kirchen, wo sie etwas erbaulichers zu hören glau-beten. Andere geriethen in eine Erbitterung, rede-ten hart von der Obrigkeit, schimpften dieBifchöffeund sreueten sich darüber, wenn sie etwas nachthei-liges von ihnen höreten. Kurz, es hat selbst derD. ZTuchols, der doch eine Schutzfrist für dieBischöffe ausgesetzet, gestehen müssen,daß in Eng-land niemals so viel Separatisten gewesen, als zudieser fatalen Zeit. So gewiß ist es, daß in Ne«ligions-undGewissenssachen mit derScharfe nichtsfruchtbarliches ausgerichtet werde, und daß dieje-nigen schädliche Rathgeber sind, die großen Herrenund Regenten anrathen, mit dem Schwerdc dreinzu schlagen. Es erkannten auch einige Politici denbegangenen Fehler sehr bald, und riechen dem Kö-nige, der Sache auf eine gelindere Art abzuhelfen.Allein bey den allermeisten war die Erbitterung zugroß; und bald daraufwurde London durch die Pestund Feuerflamme dergestalt verwüstet, daß vor derHand zur Abstellung des geistlichen Schadens nichtviel geschehen könnte.
§. 25.
Nun wollen wir uns wieder zu unserm HerrnJoseph Allein, und zu seinen letzten Leiden wen-den, nachdem das zum voraus erinnert worden,was zu richtiger Beurtheilung seines Schicksals an-xeführet werden müssen. Ehe die Uniforinitats-
acte