zcz Leben/ Charakter und Amtsführung
nicht zu fluchen, oder übel von ihm zu reden, auchim verborgensten Winkel nicht. M,.m har öf ersan. ihm wahrgenommen, baß er an den heimiiedenErzählungen von den hofften obrigkei^.ichen Per-sonen, sie mochten nun wahr oder falsch seyn, eineninnigen Abscheu gehabt. Cr hielt dafür, daß, wennsie auch wahr wären, solches keine hinlängliche Ur-sache sey, uns ihrem Gehorsam zu einziehen, son-dern desto mehr und desto eifriger für sie zu Gottzu beten.
§. 14.
Man wird aus dem, was bisher angeführetworden, schon von selbst den Schluß auf seine ganzegottselige Gemüthsfassung machen, die von dem,was ietzt erzählet worden, nicht nur der wahre Grundwar, sondern die auch allen, die um ihn waren, garbald in dieAugen fiel. Öderes müßte einer recht ge-flissentlich blind und unachtsam gewesen seyn, woer die Spuren davon nicht hätte entdecken wollen.Diese Gottseligkeit pries er auch andern als denGrund aller ihrer Bemühungen in der Wckr a.i,und zeigete ihnen, daß sie ohne dieselbe weder ruhig,noch glückselig seyn könnten. Slö einstens ein Schü-ler zu ihm kam, der auf die Universität gehen undzuvor von ihm Abschied nehmen wollte, so redete erihn alw an: Ich weiß es, mein Freund, daß iheeinen Trieb hubt, es vielen andern in der Ge-lehrsamkeit zuvor zu thun; aber verges-set dabey nicht den Fli-iß in der Gründung undUebung eines heiligen Gebens; denn dieses al-lein kann euch zu einem recht brauchbaren undliebenswürdigen Menschen n» der Welt ma-- chen.