12 Leben, Charakter und Amtsführung
Gestalt wieder änderte, und die Bischöffe wiederLuft bekamen, so war er einer von der großen An-zahl, die, weil sie die Conformitätsaete nicht unter-zeichnen wollten, abgesetzet wurden. Seit der Zeitsetzte er seine Bemühungen, Gott brauchbar zu seyn,so weit es die damaligen Zeiten gestatten wollten,in der Stille fort, entweder in seinem eigenen Hau»se, oder auf benachbarten Landgütern, dahin er vongottseligen Personen nicht selten eingeladen wurde.Uud ob es ihm wol nicht an Horchern und Ver-folgern fehlete, so wurde er doch nicht, wie vielenandern damals widerfuhr, ins Gefängniß geleget,weil seine große Gelehrsamkeit, Gottseligkeit und er»baulicher Mandel ihm eine gewisse Hochachtungerworben, die den Widriggesinnten nicht zu gestat-ten schien, ihm auf eine so unanständige Art ^u be-gegnen. Inzwischen konnte er auch die Wieder-Herstellung in sein Amt nicht erhalten, vielmehrmußte er sich von Vnrcomb ganz und gar entfer-nen, und begab sich nach Sclwood, wo er im Hau-se eines christlichen Freundes die übrige Zeit seinesLebens zubrachte, welches er i68r. beschloß, undden Ruhm hinterließ, daß er die göttlichen Wahr-heiten mit großer Deutlichkeit und mit einem brün-stigen tzifer vorgetragen, und es eins seiner wichtig-sten Geschäfte seyn lassen, die Jugend zu unterwei-sen, und den Kranken mit Unterricht und Trost ausGoties Wort beyzustehen. Ein Prediger vonder Nationalkirche, Richard Innkins, hielt ihmdie Leichenpredigt, und trug kenvBedenken, ihn nachallen Umstanden als einen rechtschaffenen Mann zubeschreiben, seine Gottseligkeit, Geduld, Mäßigung
u. s.