des Autoris. 5
von Wissenschaften und Künsten,, oder auch eineMenge unnützer Gesetze enthalten wären, sondernes ist eine Historie vom Leben und Tode Zesii, vonden wundervollen Wirkungen seines Geistes durchseine Knechte, samt einem kurzen Entwurf von denGlaubenswahrheiten und Lebenspfuchren, die zurHeiligkeit und Seligkeit der Menschen unumgäng-lich nöthig sind. In dem Leben heiliger Personenerblicken wir Gottes Bild und die Schönheit derHeiligkeit, nicht nur in den Vorschriften, sondernauch in der That selbst. Man findet darin nicht einGemählde, sondern das Wesen des Christenthums.And ob wol Regeln und Vorschriften vollkommenheißen können, wenn kein Theil oder Stufe derselbenfehlet; so ist doch der wahre Abdruck der Heiligkeitin dem lebendigen Bilde Gottes zu finden, das dereigentliche Zweck von jenem, und wovon die heiligeSchrift als das Werkzeug anzusehen ist, dadurchdieses Bild dargestellet wird. Diese sichtbare Ge-stalt der Heiligkeit ist vermögend, die Welt weitstarker zu rühren, als alle Beschreibungen und Vor-schriften, wie sie beschaffen seyn soll. Daher findenwir auch daß Satan und seine Werkzeuge gegen diein lebendigen Exempeln dargestellte Schrift mehrZorn bewiesen, als gegen die Schrift selbst. Eskönnen diejenigen die vollkommene Vorschrift einesheiligen Lebens gar wohl leiden, denen die unvollkom«mene.Ausübung derselben unerträglich fällt. Vie-le haben Märtyrer verbrannt, die gute Bücher un-angetastet gelassen. Eine lebende Heiligkeit hat ihreBosheit am meisten aufgewiegelt. Viele lesen dasLeben verstorbener Heiligen mit großer Ehrerbietung,
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