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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
Seite
136
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Als ich vergangenen Sommer," setzte sie nach einer Weilehinzu,mit der Gräfin aus Rom kam, und wir das Fräu-lein Flora glücklich gefunden hatten und mit zurückbrachten,von dir aber dort uud hier nichts hörten da dacht' ichnicht, daß Alles noch so kommen würde! Erst heut zu Mit-tag sprengte der Jokey, der gute, flinke Bursch, athemlos ausden Hof und brachte die Nachricht, daß du mit dem Post-schiffe kämst." Dann lachte sie still in sich hinein.Weißtdu noch," sagte sie,wie du mich damals auf dem Balkonzum letztenmal sahst? das war gerade wie heute, auch soein stiller Abend, uud Musik im Garteu.">Wer istdenn eigentlich gestorben?" frug ich hastig.Wer denn?"sagte die schöne Frau und sah mich erstaunt an.Der HerrGemahl von Ew. Gnaden," erwiederte ich,der damals mitauf dem Balkon stand." Sie wurde ganz roth.Washast du auch für Seltsamkeiten im Kopfe!" rief sie aus,das war ja der Sohn von der Gräfin, der eben von Rei-fen zurückkam, und es traf gerade auch mein Geburtstag, daführte er mich mit auf den Balkon hinaus, damit ich auchein Vivat bekäme. Aber deßhalb bist du wohl damalsvon hier fortgelaufen?"Ach Gott, freilich!" riefich ans und schlug mich mit der Hand vor die Stirn.Sie aber schüttelte mit dem Köpfchen und lachte rechtherzlich.

Mir war so wohl, wie sie so fröhlich und vertraulichneben mir plauderte, ich hätte bis zum Morgen zuhörenmögen. Ich war so recht seelenvergnügt, und langte eine