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Fräulein Flora, die bisher auf unsere Rede gar nicht Achtzu geben schien, riß mir den Zettel rasch aus der Hand,überlas ihn und steckte ihn dann in den Busen. — „Undnun," sagte Herr Leonhard, „müssen wir schnell in dasSchloß, da wartet schon Alles auf uns. Also zum Schluß,wie stch's von selbst versteht und einem wohlerzogenen Ro-mane gebührt: Entdeckung, Neue, Versöhnung, wir siud allewieder lustig beisammen, und übermorgen ist Hochzeit!"
Da er noch so sprach, erhob sich plötzlich in dem Ge-büsch ein rasender Spektakel von Panken und Trompeten,Hörnern und Posaunen: Böller wurden dazwischen gelostund Vivat gerufen, die kleinen Mädchen tanzten von neuem,und aus allen Sträuchern kam ein Kopf über dem andernhervor, als wenn sie aus der Erde wüchsen. Ich sprang indem Gcschwirre und Geschleift ellenhoch von einer Seitezur andern, da es aber schon duukel wurde, erkannte ich erstnach und nach alle die alten Gesichter wieder. Der alteGärtner schlug die Pauken, die Präger Studenten in ihrenMänteln musizirten mitten darunter, neben ihnen fingerte derPortier wie toll auf seinem Fagott. Wie ich den so unver-hofft erblickte, lief ich sogleich auf ihn zu, und embrafsirteihn heftig. Darüber kam er ganz aus dem Conzept. „Nnnwahrhastig, und wenn der bis an's Ende der Welt reist, erist und bleibt ein Narr!" rief er den Studenten zu, undblies ganz wüthend weiter.
Unterdeß war die schöne gnädige Frau vor dem Rumorheimlich entsprungen, uud flog wie ein aufgescheuchtes Reh