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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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kon des italienischen Wirthshauses sang, wo ich ihn zumletztenmal gesehn hatte.

Er sang noch immer fort, ich aber sprang über Beeteund Hecken dem Liede nach. Als ich nun zwischen den letztenRosensträuchern hervor trat, blieb ich Plötzlich wie verzaubertstehen. Denn auf dem grünen Platze am Schwanentcich,recht vom Abendroth beschienen, saß die schöne gnädige Frau,in einem prächtigen Kleide und einem Kranz von weißen undrothen Rosen in dem schwarzen Haar, mit niedergeschlagenenAugen, auf einer Steinbank und spielte während des Liedesmit ihrer Reitgerte vor sich auf dein Nasen, gerade so wiedamals auf dem Kahne, da ich ihr das Lied von der schönenFrau vorsingen mnßte. Ihr gegenüber saß eine andre jungeDame, die harte den weißen, runden Nacken voll braunerLocken gegen mich gewendet, und sang zur Guitarre, wäh-rend die Schwäne auf dem stillen Weiher langsam im Kreiseherumschwammen. Da hob die schöne Frau auf einmaldie Augen, uud schrie laut auf, da sie mich erblickte. Dieandere Dame wandte sich rasch nach mir herum, daß ihr dieLocken ins Gesicht flogen, und da sie mich recht ansah, brachsie in ein unmäßiges Lachen aus, spraug dann von der Bankund klatschte dreimal mit den Händchen. In demselben Au-genblick kam eine große Menge kleiner Mädchen in blüthen-weißen, kurzen Kleidchen mit grünen und rothen Schleifenzwischen den Rosensträuchern hervorgeschiüpft, so daß ich garnicht begreifen konnte, wo sie alle gesteckt hatten. Sie hiel-ten eine lange Blumenguirlande in den Händen, schlössen