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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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hielten. Er hatte ein Brevier vor sich, in welchem er las,dazwischen aber oft in die schone Gegend von dnn Bucheaufsah, dessen Goldschnitt nnd die vielen dareingelegten bnntenHeiligenbilder prächtig im Morgenschein blitzten. Dabei be-merkte er auch sehr gut, was ans dem Schiffe vorging, underkannte bald die Vögel an ihren Federn; denn eS dauertenicht lange, so redete er einen von den Stndenten lateinischan, woranf alle drei heran traten, die Hüte vor ihm ab-nahmen und ihm wieder lateinisch antworteten.

Ich aber hatte mich unterdeß ganz vorn ans die Spitzedes Schiffes gesetzt, ließ vergnügt meine Beine über demWasser herunter baumeln und blickte, während das Schiffso fort flog nnd die Wellen unter mir rauschten nnd schäum-ten, immerfort in die blaue Ferne, wie da ein Thnrin undein Schloß »ach dem andern aus dein Ufergrün hervorkam,wuchs und wuchs, uud endlich hinter uns wieder verschwand.Wenn ich nur heute Flügel hätte! dachte ich, und zog end-lich vor Ungeduld meine liebe Violine hervor und spielte allemeine ältesten Stücke durch, die ich noch zu Hause uud aufdem Schloß der schönen Frau gelernt hatte.

Auf eiumal klopfte mir Jemand von hinten auf dieAchsel. Es war der geistliche Herr, der unterdeß sein Buchweggelegt und mir schon ein Weilchen zugehört hatte.Ey,"sagte er lachend zu mir,ey, ey, Herr lucli iiik><;ister,Essen und Trinken vergißt Er." Er hieß mich darauf meiueGeige einstecken, um einen Imbiß mit ihm einzunehmen, nndführte mich zu einer kleinen lustigen Laube, die von den