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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
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aus Deutschland?" rief ich voller Entzücken aus,ist derPortier mit?"Ja, das weiß ich Alles nicht," erwiederteder Maler,ich sah sie nur einige Male bei einer Freundin,von ihr, die aber auch nicht in der Stadt wohnt. Kennstdu die?" fuhr er fort, indem er in einem Winkel plötzlicheine Leinwanddecke von einem großen Bilde in die Höhe hob.Da war mir's doch nicht anders als wenn man in einer fin-stern Stube die Laden aufmacht und einem die Morgensonneans einmal über die Augen blitzt, eS war die schöne gnä-dige Frau! sie stand in einem schwarzen Sammt-Kleideim Garten, nnd hob mit der einen Hand den Schleier vomGeficht uud sah still und freundlich in eiue weite, prächtigeGegend hinaus. Je länger ich hinsah, je mehr kam eS mirvor, als wäre es der Garten am Schlosse, nnd die Blumenund Zweige wiegten sich leise im Winde, uud unten in derTiefe sähe ich mein Zollhäuschen und die Landstraße weitdnrch's Grüne, und die Donau uud die fernen, blauen Berge.

Sie ist's, sie ist's!" rief ich endlich, erwischte meinenHut, uud rauute rasch zur Thür hinaus, die vielen Treppenhinunter, uud hörte nur noch, daß mir der verwunderte Ma-ler nachschrie, ich sollte gegen Abend wieder kommen, dakönnten wir vielleicht mehr erfahren!