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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
Seite
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ten. Ich sprang schnell an das andere Ende der Stube hin-ter einen großen Tisch, den ich, sobald sich etwas rührte, vormir aushel'en, und so mit aller Gewalt auf die Thür los-rennen wollte, Aber in der Finsterniß warf ich einen Stuhlum, daß es ein entsetzliches Gepolter gab. Da wurde es aufeinmal ganz still draußen. Ich lauschte hinter dem Tisch undsah immerfort nach der Thür, als weun ich sie mit den Augendurchstechen wollte, daß mir ordentlich die Augen zum Kopseheraus stauden. Als ich mich ein Weilchen wieder so ruhigverhalten hatte, daß man die Fliegen an der Wand hätte könnengehe» hören, vernahm ich, wie Jemand von dranßen ganzleise einen Schlüssel ins Schlüsselloch steckte. Ich wollte mineben mit meinem Tische losfahren, da drehte es den Schlüs-sel langsam dreimal in der Thür um, zog ihn vorsichtig wiederheraus und schnurrte dann sachte über den Gang uud dieTreppe hinunter.

Ich schöpfte nun tief Athem, Oho, dachte ich, da habensie dich eingesperrt, damit sie's kommode haben, wenn icherst fest eingeschlafen bin. Ich untersuchte geschwind die Thür.Es war richtig, sie war fest verschlossen, eben so die andereThür, hinter der die hübsche, bleiche Magd schlief. Das warnoch niemals geschehen, so lange ich auf dem Schlosse wohnte.

Da saß ich nun in der Fremde gefangen! Die schöneFrau stand nun wohl an ihrem Fenster uud sah über denstillen Garten nach der Landstraße hinaus, ob ich nicht schonam Zollhcwschen mit meiner Geige dahergestricheu komme,die Wolken flogen rasch über den Himmel, die Zeit verging