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ich Allen gute Nacht und ging nachdenklich in incinc Schlaf-stube hinauf.
Ich war innerlich so fröhlich und unruhig, daß ich nochlange im Zimmer ans und niederging. Draußen wälzte derWind schwere, schwarze Wolken über den Schloßthurm weg,man konnte kaum die nächsten Bergkoppen in der dicken Fin-sterniß erkennen. Da kam es mir vor, als wenn ich imGarten unten Stimmen horte. Ich löschte mein Licht aus,uns stellte mich ans Fenster. Die Stimmen schienen näherzu kommen, sprachen aber sehr leise mit einander. Aus ein-mal gab eine kleine Laterne, welche die eine Gestalt uutermMantel trug, einen langen Schein. Ich erkannte nun dengrämlichen Schloßverwalter und die alte Haushälterin. DasLicht blitzte über das Gesicht der Alten, das mir noch nie-mals so gräßlich vorgekommen war, und über ein langesMesser, das ste in der Hand hielt. Dabei konnte ich sehen,daß sie beide eben nach meinem Fenster hinaufsahen. Dannschlug der Verwalter seinen Mantel wieder dichter um, nndes war bald Alles wieder finster nnd still.
Was wollen die, dachte ich, zu dieser Stunde noch drau-ßen im Garten? Mich schauderte, denn es fielen mir alleMordgeschichten ein, die ich in meinem Leben gehört hatte,von Hexen nud Räubern, welche Menschen abschlachten, umihre Herzen zu sressew. Indem ich noch so nachdenke, kom-men Menschentritte, erst die Treppe herauf, dann auf demlangen Gange ganz leise, leise aus meine Thür zu? dabei wares, als wenn znweilen Stimmen heimlich mit einander wisper-