mit auf einen nmgehanenen Baumast, und klimperte daranmit den Fingern. Dann sang er dazu so hell wie ein Wald-vögclciu, daß es mir recht dnrch'S ganze Herz klang:
Fliegt der erste MorgenstrahlDurch das stille Nebclthal,
Rauscht erwachend Wald und Hügel:
Wer da fliegen kann, nimmt Flügel!
Und sein Hütlein in die LustWirst der Mensch vor Lust und ruft:
Hat Gesang doch auch noch Schwingen,
Nun so will ich fröhlich singen!
Dabei spielten die röthlichen Morgenscheine recht anmuthigüber sein etwas blasses Gesicht und die schwarzen verliebtenAugen. Ich aber war so müde, daß sich mir die Worte undNoten, während er so sang, immer mehr verwirrten, bis ichzuletzt fest einschlief.
Als ich nach nnd nach wieder zu mir selber kam, hörteich wie im Traume die beiden Maler noch immer neben mirsprechen und die Vögel über mir singen, und die Morgen-strahlen schimmerten mir durch die geschlossenen Augen, daßmir'S innerlich so dunkelhell war, wie wenn die Sonne dnrchrothseidene Gardinen scheint. Lome e Kollo! hört' ich dadicht neben mir ausrufen. Ich schlug die Augen auf, nnderblickte den jungen Maler, der im funkelnden Morgenlichtüber mich hergebeugt staud, so daß beinah nur die großen
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