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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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Ach, könnt' ich nur für Euch in's Feuer springen!" Siehatte mich gleich Anfangs so ernsthaft und fast böse ange-blickt, daß es mir durch Mark und Bein ging, dann aberhielt sie, so lange ich redete, die Augen tief niedergeschlagen.So eben ließen sich einige Reiter und Stimmen im Gebüschhören. Da ergriff sie schnell den Strauß aus meiner Handund war bald, ohne ein Wort zu sagen, am andern Ende desBogenganges verschwunden.

Seit diesem Abend hatte ich weder Ruh' noch Rastmehr. Es war mir beständig zu Muthe, wie sonst immer,wenn der Frühling anfangen sollte, so unruhig nud fröhlich,ohne daß ich wußte, warum, als stüude mir ein großes Glückoder sonst etwas -Außerordentliches bevor. Besonders dasfatale Rechnen wollte mir nun erst gar nicht mehr von derHand, und ich hatte, wenn der Sonnenschein durch den Ka-stanienbaum vor dem Fenster grüngolden auf die Ziffern fiel,und so fir vom Transport bis zum Latus und wieder hin-auf und hiuab addirte, gar seltsame Gedankeu dabei, so daßich manchmal ganz verwirrt wurde, und wahrhaftig nicht bisdrei zählen konnte. Denn die acht kam mir immer vor wiemeine dicke, enggeschnürte Dame mit dem breiten Kopfputz,die böse sieben war gar wie ein ewig rückwärts zeigenderWegweiser oder Galgen. Am meisten Spaß machte mirnoch die neun, die sich mir so oft, eh' ich mich's versah,lustig als sechs auf den Kopf stellte, während die zwei wieein Fragezeichen so Pfiffig drein sah, als wollte sie michfragen: Wo soll das am Ende noch hinans mit dir, du