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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
Seite
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mich bedenklich und mit heimlicher Furcht an, machte sich,ohne ein Wort zu sprcchen, von mir los und ging, immernoch unheimlich nach mir zurück blickend, mit langen Schrit-ten nach dem Schlosse, wo er athemlos aussagte, ich sei nunwirklich rasend geworden.

Ich aber mußte am Ende lant anflachen und war herz-lich froh, den superklugen Gesellen los zu sein, denn es wargerade die Zeit, wo ich den Blumenstrauß immer in die Laubezu legen pflegte. Ich sprang auch heute schnell über dieMauer und ging eben auf das steinerne Tischchen los, als ichin einiger Entfernung Pferdetritte vernahm. Entspringenkonnt' ich nicht mehr, denn schon kam meine schöne gnädigeFrau selber, in einem grünen Jagdhabit und mit nickendenFedern auf dem Hute, langsam nnd, wie es schien, in tiefenGedanken die Allee herabgeritten. Es war mir nicht anderszn Muthe, als da ich sonst in den alten Büchern bei meinemVater von der schönen Magelone gelesen, wie sie so zwischen denimmer näher schallenden Waldhornsklängen nnd wechselndenAbendlichteru unter den hohen Bäumen hervor kam, ichkonnte nicht vom Fleck. Sie aber ersckrack heftig, als siemich auf einmal gewahr wurde, uud hielt fast unwillkührlichstill. Ich war wie betrunken vor Angst, Herzklopfen undgroßer Freude, und da ich bemerkte, daß sie wirklich meinenBlumenstrauß von gestern an der Brust hatte, konnte ich michnicht länger halten, sondern sagte ganz verwirrt:Schönstegnädige Frau, uehmt auch noch diesen Blumenstrauß von mir,und alle Blumen aus meinem Garten und Alles, was ich habe.