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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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würde mein Lebtage nichts, hier vorüber kommen und michso sehen möchten. Der Schlafrock stand mir schön zu Ge-sichte, und überhaupt das Alles behagte mir sehr gut. Sosaß ich deun da und dachte mir mancherlei hin und her, wiealler Ansang schwer ist, wie das vornehmere Leben docheigentlich recht bequem sei, und faßte heimlich den Entschluß,minmehr alles Neisen zu lassen, auch Geld zu sparen wie dieAndern, nnd es mit der Zeit gewiß zu etwas Großem in der Weltzu bringen. Inzwischen vergaß ich über meinen Entschlüssen,Sorgen uud Geschäften die allerschönste Frau keineswegs.

Die Kartoffeln uud anderes Gemüse, das ich in meiuemkleinen Gärtchen fand, warf ich hinaus und bebaute eS ganzmit den auserlesensten Blumen, worüber mich der Portiervom Schlosse mit der großen kurfürstlichen Nase, der, seitdemich hier wohnte, oft zu mir kam und mein intimer Freundgeworden war, bedenklich von der Seite ansah, und mich füreinen hielt, den fein plötzliches Glück verrückt gemacht hätte.Ich aber ließ mich das nicht anfechten. Denn nicht weit vonmir im herrschaftlichen Garten hörte ich feine Stimmensprechen, unter denen ich die meiner schönen Fran zu erkennenmeinte, obgleich ich wegen des dichten Gebüsches Niemandsehen konnte. Da band ich denn alle Tage einen Straußvon den schönsten Blumen, die ich hatte, stieg jeden Abend,wenn es dunkel wurde, über die Mauer, und legte ihn aufeiuen steinernen Tisch hin, der dort inmitten einer Laubestand; und jeden Abend, wenn ich den neuen Strauß brachte,war der alte von dem Tische fort.

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