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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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Goldammer, welche im Herbst und Winter immer betrübt anunserm Fenster sang:Bauer, mieth' mich, Bauer mieth'mich'." mm in der schönen Frühlingszeit wieder ganz stolzund lustig vom Baume rufen hörte:Bauer, behalt deinenDienst!" Ich ging also in das Haus hinein uud holtemeine Geige, die ich recht artig spielte, von der Wand, meinVater gab mir noch einige Groschen Geld mit auf den Wegund so schlenderte ich durch das lauge Dorf hinaus. Ichhatte recht meine heimliche Freude, als ich da alle meinealten Bekannten und Kameraden rechts und links, wie gesternund vorgestern uud immerdar, zur Arbeit hinausziehen, gra-ben uud pflügen sah, während ich so in die freie Welt hin-auSstrich, Ich rief den armen Leuten nach allen Seiten rechtstolz uud zufrieden Adjes zu, aber es kümmerte sich ebenKeiner sehr darnm. Mir war es wie ein ewiger Sonntagim Gemüthe. Und als ich endlich ins freie Feld hinauskam, da nahm ich meine liebe Geige vor, und spielte undsang, auf der Landstraße fortgehend:

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,

Den schickt er in die weite Welt,

Dem will er feine Wunder weisenIn Berg und Wald und Strom und Feld.

Die Trägen, die zu Hause liegen,

Erquicket nicht das Morgenroth,

Sie wissen nur vom KiuderwiegenVon Sorgen, Last und Noth um Brodt.