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Einnahmequellen der Stadt.
vorzugsweise yon den Wohlhabenden getragen wurden. (Lau-rent, Stadtr. S. 68, ff.) Die Hauptquelle des Wohlstandesder Bewohner war aber die Tuchfabrikation. Welche kost-bare Stoffe in Achen gearbeitet wurden, haben wir bei derKrönung Wenzels gesehen. Aus dem Jahre 1387 befindetsich in unserm Stadtarchiv eine schön geschriebene Perga-menturkunde in deutscher Sprache ohne Unterschrift undSiegel, welche eine Verordnung der Werkmeister und derGeschworenen des Wollenambachts über Anzahl der Strängebei weissen und andern Tüchern, über Grösse, Kämmen, Fär-ben u. s. w. enthält. 1 ) In demselben Jahre wurde auch dieSitte eingeführt, den Arbeitern Morgens um 11 und Abendsum 8 Uhr mit der Glocke ein Zeichen zu geben, die Arbeitzu schliessen.
Die Verordnung des Papstes Urban VI. vom 21. Mai1388, dass auf Bitten des Kölner Raths, der Schöffen, derBürger und der gesammten Gemeinde in Köln zum LobeGottes und zur Verbreitung des wahren Glaubens ein Studiumgenerale nach dem Muster der Pariser Universität gegründetwerden sollte, kam Achen wegen der Nähe der Hochschulemittelbar zu Gute; von unmittelbarem Vortheil war ihm, dassKönig Wenzel in demselben Jahre den Bürgern Achens dasRecht erneuerte, nur von ihrem eigenen Gerichte belangt zuwerden. — Die Stiftsherren sollen von dem Weine, den sie an-kaufen, der Stadt die Accise zahlen, während sie von ihremeigenen Zehentweine steuerfrei sein sollen. (Moser, S. 357,cf. oben 208.)
Einen unwillkommenen Besuch erhielt unsere Gegend umdiese Zeit. Die von Loersch herausgegebene Chronik ver-legt denselben in das Jahr 1389, die Münstereifeler in dasJahr 1388, andere Nachrichten in das Jahr 1387. Es er-schien nämlich der König Karl VI. von Frankreich mit100,000! Mann zu Pferd und unzähligem andern Kriegsvolk(die Barduinen, nach der Münstereifeler Chronik die Brit-tuyne oder Bryttuyne — Bretons — genannt) und blieb vierWochen im Jülicherland. Wilhelms von Jülich Sohn, der
') Die Urkunde wurde zuerst abgedruckt in Loersch, Rechtsdenkm.75, N. 12.