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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Bevölkerung. Stadtpläne.

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Die mannigfaltigen Ausgaben, welche die Stadt in denletztvergangenen Jahren gehabt, hatten eine Störung in ihremHaushalte verursacht: zum ersten Male musste sie im Jahre1387 Anleihen machen. Die Einnahmequellen der Stadt wa-ren Accisen oder Verbrauchssteuern, Erbzinsen, Miethe vonHäusern und Kaufläden oder Gademen 1 ); direkte Steuernkannte man nicht. Die Accise von Wein und Bier war sehrbedeutend im Verhältniss zum Mahlgelde, so dass die Lasten

Zwischen der mittleren und äusseren Ringmauer erblicken wir dieKöln-, S. Peter-, S. Adalberts-, Wingartsbongarts-, Burtscheider-, Rose-,Königs- und Pontstrasse nebst einigen Querstrassen mit Häuserreihenversehen. Sonst erscheinen weite Strecken als Wiese, Feld und Gar-ten, wo man später keine Spur von früheren Bauresten gefunden hat.Eine Anzahl von 19,826 Wohlbewaffneter würde nach den heutigenstatistischen Annahmen eine ungefähre Bevölkerung von etwa 72,000Bewohner voraussetzen. Wie sollen die auf dem beschränkten BaumeWohnung gefunden haben? Nach der Statistik des RegierungsbezirkesAchen von H. A. Reinick, Achen 1865, I. 134, hatte das im Innerennun seit den letzten Decennien viel dichter bebaute und nach Aussendurch neue Vorstädte erweiterte Achen im Jahre 1861 auf eine Bevöl-kerung von 58,553 Seelen 16,002 männliche Bewohner in dem Altervon 1660 Jahren. Erklärlicher wird die Zahl 19,826, wenn man sievon der waffenfähigen Mannschaft der Stadt und des Gebietes Achenversteht. Auch bei dieser Annahme bleibt es auffallend, dass der Rathfremde adeliche Herren gegen hohen Sold in seinen Dienst nahm, stattseine eigenen Unterthanen zu benutzen, und dass er 50 Jahre später,1439, als der Herzog Philipp von Burgund die der Stadt durch KaiserSigmund 1423 bestätigte Galmeigrube besetzt hatte, sich begnügte,»einige hundert bewaffnete Reichsunterthanen, zu Pferd und zu Fuss,durch die Waldung zu postiren.« Allerdings mochte er bei dem Drangeder untern Stände nach grösserer politischer Berechtigung Scheu tra-gen, diesen die Waffen anzuvertrauen. Bei seiner grossen Zahl Waffen-fähiger konnte Achen nicht verhindern, dass Reinold, Herr von Born,im Jahre 1387 und die Brabänter im Jahre 1397 das Dorf Weiden ab-brannten. *) Er befindet sich im hiesigen Stadtarchiv und zwar aufder Rückseite eines bedruckten Folioblattes und hat folgenden Titel:Aquisgranum, vulgo Aich, ad Menapiorum fines, perantiqua imperiiurbs, monumento Caroli Magni, thermarum praestantia et peregrinorumob reliquias frequentatione memorabilis. Anno partae salutis MDLXXYI.Coloniae Agripp. Unten auf dem Plane steht Henrick van Steenwyck.

*) Die Stadt besass 15 Häuser in verschiedenen Strassen, 14 Ga-demen, davon 8 auf dem Markt vor dem grossen Hause, von der cal-mynne Acois bezog sie 625 Mark. Stadtr, S. 38, 383.

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