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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Krönungsfeier.

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Erste Beilage.

Krönungsfeier.

Bei Rudolf von Habsburg erscheint die Form des Krö-nungs-Ritus in einer festen und sichern Gestalt, wie sie auchbei den nachfolgenden Krönungen, wenn auch hin und wie-der mit geringer Abweichung in dem Wortausdruck, in An-wendung kommt.

Um ein vollständiges Bild zu geben von dem so bedeu-tungsvollen Akte der Salbung und Krönung der deutschenKönige, soll im Nachfolgenden der ganze Inhalt der bei Ru-dolf I. veranstalteten Krönungsfeier dem Leser in getreuerUebersetzung vorgeführt werden. Der lateinische Text stehtbei Pertz Monumenta bist. med. aev. IV. S. 384 ff. unter dem Ti-tel: Coronatio Aquisgranensis ex codice regio Parisiensi Nro.985 sec. XV. in ^folio curante Guerard. Der liturgische Aus-druck ist ernst, feierlich, schwunghaft und bilderreich, über-haupt des erhabenen Gegenstandes würdig. Die feierlicheHandlung geht zwischen den einzelnen Abtheilungen der h.Messe vor sich.

»Bei der Salbung oder Krönung des deutschen Königessoll in nachfolgender Weise verfahren werden. Zuerst werdeder nach der Reichsordnung zur Krönung bestellte Erzbischofvon Köhl mit der Pontifikalkleidung in der Krönungskirchezu Achen angethan; er und die Erzbischöfe von Mainz undTrier, ebenfalls in Pontifikaltracht mitPluviale und dem an-gemessenen Gefolge, mit Kreuz, Rauchfass und dem Evan-gelienbuche, ziehen dem a nk ommenden Könige bis zum Ein-gange der Kirche entgegen, wo der Erzbischof von Köln,diesen empfangend, spricht: »Unser Heil ist im Namen desHerrn, welcher Himmel und Erde schuf.« Dann: »Der Name