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Fehde zwisch. den v. Bongard u. den v. Gronsfeld.
betheiligten sich an derselben. Achen trat Anfangs nichtauf Seite des Heinrich von Gronsfeld, Bruder des Erschlage-nen, denn Heinrich beschwert sich bei seinen guten Freun-den, den Achnern, dass sie einen seiner Knappen haben be-fehden wollen, weil dieser dem Gerard von Schönforst, derseinen, des Heinrich von Gronsfeld, Bruder ermordet, einenHengst abgenommen. Man übertrug dem Erzbischofe Frie-drich von Köln, den Frieden zwischen den feindlichen Fa-milien herzustellen. Dieser verurtheilte die von Bongard undden von Schönforst zur Stiftung zweier Sühnealtäre zumSeelenheile des Ermordeten. Gottfried von Bongard gründeteund dotirte einen solchen in der Kirche zu Bocholz. l ) Eu-stach von Bongard und Ileinard von Schönforst errichteteneinen solchen in der Schönforster Kapelle zu Achen. Jedergründete ein Beneficium an dem Altar. Da die Kapelle bau-fällig war, wurde der Altar in die nahe Dominikanerkircheverlegt, in deren Chor Johann von Gronsfeld beerdigt wor-den war.
Am 5. Tage des Brachmonates 1389 erklärten Reinard,Herr zu Schönforst und Sichern (Schloss Rimburg, Urk. 19),dass er sich und alle die Seinigen, die in der Todtfehde(doitveden) mit den Herrn von Gronsfeld zu ihm gehalten,mit der Stadt Achen, ihren Bürgern und allen ihren Unter-sassen vollständig verglichen habe.
In demselben Jahre wurde mit Gerard von Schönau einanderer Streit beigelegt. Derselbe forderte von Achen Er-satz für Bier, das Achener Bürger in seinem Brauhause zurHirz getrunken haben sollten, für verbrannte Fässer undWimpel und für ein Pferd, das ihm genommen worden. 2 )
Für die Jahre, bei denen wir eben stehen, sind einigenicht unwichtige Aufzeichnungen vorhanden. So heisst es inverschiedenen Chroniken zum Jahre 1387, dass in der StadtAclien 198,26 wohlgewa/fnete Männer gewesen. 3 )
') Quix, die Pfarre zum h. Kreuze, S. 37. — 3 ) Quix, Geschieh,von Schönau, S. 18. — s ) Nach dem ältesten bekannten Stadtplane *)vom Jahre 1576 erscheint nur die mittlere Stadt ziemlich dicht bebaut.Die mittlere Ringmauer, die Mittelthore, die mittleren Gräben, dieweitläufigen Klostergebäude nehmen einen bedeutenden Raum ein.