Achens Blütlie.
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und in Antwerpen seine Lagerhäuser; in letzterer Stadt lxiessein Quartier das Haus von Achen. In Aclien selbst befandsich bekanntlich das Gewandhaus oder die Tuchhalle auf demIvatschhofe, der untere Theil das Manderscheider Lehen ge-nannt. Die einzelnen Abtheilungen der Tuchhalle hiessenTische, auf welchen man die Tücher zum Verkaufe auslegte.Bürgermeister Johann van Punt und seine Gattin KatharinaOolyn verkauften im Jahre 1385 an die Erben Rembod vonYlodorp zwei schwere Gulden Erbrenten, welche auf zweiTische im Gewandhause hafteten. l )
Als im Jahre 1386 die Acliener bei der Herzogin Jo-hanna von Limburg, deren Gemahl Wenzel in der Nacht vorMaria Empfängniss in Luxemburg 1383 gestorben war, überGebietsverletzung von Seiten der Limburger geklagt, hattedie Herzogin den Johann von Gronsfeld, als Statthalter vonLimburg, beauftragt, die Bewohner von Eupen, Walhorn undanderer Orte über die beiderseitigen Grenzen zu befragenund die Grenzpfähle nach der Aussage der Mehrzahl derBefragten zu stellen. Achen fing an, um seinen wichtigenBesitz, den Kelmusberg, besorgt zu werden.
Zwischen Johann von Gronsfeld und Eustach von Bon-gard bestand eine heftige zu gegenseitiger Herausforderungsich steigernde Feindschaft. 2 ) Zum Zweikampf kam es nicht,wohl aber erschlugen die Ritter von Bongard und Godardvon Schönforst am 25. August 1386 den Johann von Grons-feld in Achen in einer Kammer auf dem Kloster UnsererLiebfrauenkirche.
In Folge des Todtschlages des Johann von Gronsfeldentstand zwischen den adelicheu Geschlechtern eine Fehde,die bis zum Jahre 1389 währte. Auch Bewohner Achens
hiesigen Verhältnissen und besonders dem »Moinster zo Aiche« weisenunverkennbar auf dieses hin. (Ann. d. h. Ver. f. d. Niederrh. XI, XII,1862, p. 86 ff.) Einen Roman von der Rose von Heinrich von Achen,prochian te Cortbeke, aus demselben Jahrhundert weist nach W. Everts,leerer te Rolduc, in seiner Geschiedenis der Nederlandsche letteren, I.Deel, Amsterdam, van Langenhuysen 1868, 195, S. 8. — 1 ) Quix, Be-schreib. von Achen, S. 191. — ") Quix, Schloss Rimburg, Achen 1835,S. 65.