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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Belagerung der Schlösser zur Dyck u. Reifferscheid. 315

neu; Obst, (Kirschen, Bere (Birnen), Pflaumen) und fiamän-dischen Käse gab es täglich. An den Freitagen und Samstagenwurden Stockfische, Häringe, Maifische, Bresemen (noch heuteam Rhein gebräulicher Name für Weissfische), Hechte (snuche)und Salinen gegessen. Von letzteren kosteten zwei 9 Mark,also einer beinahe so viel wie zwei Schafe. In 46 Tagentranken die Herren mit den Ihrigen 35 Tonnen Bier zu 88,22 Ohm Wein zu 378 Mark. Fremde Sänger, Pfeifer undDeklamatoren (sprucher) dienen zur Unterhaltung im Lager,die Minderbrüder sorgen für die geistlichen Bedürfnisse. Am2. Juli errichteten die Achener Schützen eine grosse Wurf-maschine. Am 1. Juli schreiben die drei genannten AchenerGeschworenen aus dem Lager vor dem Schlosse zur Dyckan die beiden Bürgermeister Johann van Punt und GerardLewen, die also nicht an der Belagerung sich betheiligten,und bitten um Pulver für die Donnerbüchsen (kruyt zerbussen) und Geld, das sie nicht entbehren könnten. DieBesorgnisse, welche in dem Briefe ausgesprochen sind, dassein Graf von der Mark, der jenseit des Rheines mehr als400 Geleyen (Speerreiter) geworben habe, und ein Herr vonWachtendonk, sowie in der Eifel geworbene Söldner dasSchloss entsetzen könnten, zeigten sich grundlos. Auch mel-den die Geschworenen, der Herzog von Geldern, welcherLehensherr des Schlosses zur Dyck war, habe ohne Erfolgwegen Erhaltung desselben unterhandelt. (Ausführlicheres inLaurents Stadtrechnungen des 14. Jahrh.)

Wenn auch die Erfolge in Beziehung auf die Belagerungdes anderen Raubschlosses, Reifferscheids, ') den Bemühungenund den Opfern Achens wenig entsprechen, so ist doch einenähere Betrachtung derselben nach der Stadtrechnung vomJahre 1385 nach Laurent für die Geschichte der Stadt lehr-reich. Lange schon hatten der Junker Johann von Reiffer-scheid und sein Oheim Reinard mit ihren Gesellen, die späterein Geschworener der Achener in einem Briefe aus dem La-ger von Reifferscheid Bösewichter nannte, welche auf derStrasse zu rauben pflegten, ihr Unwesen getrieben, als derLandfriedensbund im Jahre 1385 beschloss, die Raubritter

') Heute Ruine im Kreise Schleiden.