König Wenzels Krönung.
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Wenden wir uns nun von Bündnissen, Fehden, Zoller-hebungen zu einem freudigeren Ereignisse, zu der KrönungWenzels, des ältesten Sohnes Karls IV., die wieder die Für-sten und Edeln des deutschen Vaterlandes zu heiteren Festenin der alten Krönungsstadt vereinte und dem neuvollendetenFestsaale des Rathhauses seine eigentliche Weihe gab.
Wenzel war am 10. Juni 1376 zu Frankfurt von denWahlfürsten zum Könige gewählt worden, nachdem er schonin seinem vierten Jahre am 15. Juni 1363 in Prag die KroneBöhmens erhalten hatte.
Das Jahr 1376 war für Aclien auch sonst ein gesegnetes,denn sein Haushalt zeigte eine Mehreinnahme von 4226 Mark,trotz der Ausgabe für das Bündniss. Ueberhaupt war derFinanzzustand der Stadt im vierzehnten Jahrhundert eingünstiger (Laurent, Stadtrechnungen, S. 37), erst gegen dasEnde des Jahrhunderts erscheint die Stadt wieder mit Schul-den belastet, (ib. S. 67.)
Die Bürgermeister des Jahres 1376 waren Reinard vanMoh'cke und Jakob Coellin in der S. Jakobstrasse. Wie beifrüheren ähnlichen Gelegenheiten, ritten angesehene Bürger,Johann van Punt, Heinrich van Linden, Gottfried Coellin undGottfried von Eychorn den Majestäten, diesmal bis Bacharach,entgegen. Sie verausgabten 154 Gulden oder 539 Mark, da-von 99 Mark für Schiffe und Pferde. Ein bald darauf unter-nommener Ritt der Herren Konrad und Gottfried von Eychornund Johann von Punt zum Kaiser nach Frankfurt kostete106 Gulden oder 371 Mark. Der Kaiser, die Kaiserin, derKönig und die Königin machen ihre Reise nach Achen überLechenich; denn dahin wird' der Söldner Heribert entgegengeschickt und hier unterhandelt er mit dem kaiserlichen Schatz-meister von Kaldytz, dass das Gefolge vor Achen die Waffenniederlegen soll. Aehnliche Unterhandlungen wurden mit Jü-lich, Brabant und Holland gepflogen. Achen wird seine gutenGründe gehabt haben, von den zahlreichen Reisigen der ver-schiedenen Fürsten das waffenlose, friedliche Betreten derStadt zu erbitten. Trotzdem musste später in der Stadt ge-genbewaffnete Leute eingeschritten werden.
Zwischen Sachsen und Brabant kam es bei der Krönungwegen Vortragens des Reichsschwertes zum Streite. Der