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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Achens Münzverein m. d. Erzbischof- u. d. Stadt Köln etc. 293

sie die Wahl vollendet haben. Derjenige, auf welchen dieMehrzahl der Stimmen im Kurkollegium sich einigt, wird be-trachtet, als ob er ohne Widerspruch von Allen gewähltworden.

Der gewählte König bestätigt zunächst den Wahlfürsten,geistlichen und weltlichen, alle Privilegien, Briefe, Rechte, Zu-geständnisse und alle Freiheiten. Nach Angabe verschiedenerBestimmungen über Rang und Ordnung bei der Abstimmung,über persönliche Dienstleistung um die Person des Königsbei Aufzügen und Festmahlen, über Verwaltung des Reicheswährend eines Interregnums cinestheils durch den Pfalzgrafenbei Rhein, andrentheils durch den Herzog von Sachsen, überdie Nachfolge in den weltlichen Kurfürstenthümern, über derenUntheilbarkeit, über die Erziehung der Söhne der Kurfürsten,wird für ewige, Zeiten festgesetzt, class zu Frankfurt am Maindie Wahl, zu Achen die Salbung und Krönung geschehen undzu Nürnberg der erste königliche Hoftag abgehalten werden soll.

Den Markgrafen Wilhelm VII. von Jülich, Achens mäch-tigen Nachbarn, erhob der Kaiser um Weihnachten 1356 inMetz zum Herzoge. Dieser, als Herzog Wilhelm I., derErzbischof Wilhelm von Köln und die Städte Köln und Achenkamen in Anbetracht der stets zunehmenden Verschlechterungder Münze am 15. August 1357 auf sechs Jahre dahin über-ein, eine gemeinsame Silbermünze prägen zu lassen, und zwarzu Ryle, vor Köln, und zu Achen. Die Münzen sollen anGehalt, Werth, Gewicht und Farbe gleich sein und das Bild-niss der beiden Fürsten tragen. Die Münzen, welche denWerth von 24, 14, 6, 3 und 1 Pfennig hatten, sollten in denBesitzungen der Vereinsgenossen gleichen Cours haben. Sooft geprägt wurde, sollte an jeder Münzstätte von jederSorte eine Probemünze in eine verschlossene Büchse gewor-fen werden. Der Münzwardein, dem die Münze zu Ryle an-vertraut ist, soll den Schlüssel der Achener Büchse und derAchener Wardein den der Ryler Büchse in Besitz haben. Diebeiden Wardein sollen alle drei Monate auf Kosten der Mün-zer zusammenkommen, zuerst in Köln, dann in Achen, die-Büchsen mitbringen und die geprägten Münzen mit denProbemünzen vergleichen. Von den in Ryle und in Achengeprägten Münzen wurde von zwölf Pfennigen ein Pfennig