Der neue Chor.
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deren wesentlicher Inhalt folgender ist: Probst Gerhard vonVirneburg, Dechant, und das gesammte Kapitel des Gottes-hauses unserer Frau von Achen bekunden, dass sie des all-gemeinen Bedürfnisses wegen, zumalbei dem grossen Gedrängeder Pilger und der frommen Leute in dem Gottesh? ase vonAchen, übereingekommen sind, zur Ehre Gottes und seinerlieben Mutter Maria und der gesammten Welt zum Nutzeneinen neuen Chor zu errichten und zu dem Ende von demGute, das ihnen Gott von dem Gotteshause verliehen hat,eine jährliche Rente so lange zu zahlen, bis das Werk voll-endet sei. Probst Gerard gibt zu dem genannten" Baue alleJahre durch seinen Vicedominus oder Stellvertreter ') sovielvon seinem Gute, als eine Präbende einem Kanonicus an demGotteshause zu Achen einbringt und zwar von dem Antheile,den er »vor dem heiligen Kreuze auf dem Hochmünster undan dem Predigtstuhl auf dem Kirchhof (kyrthof) und andem Stocke in dem Parvis des Gotteshauses von Achen« hat,in der - Weise, dass, wenn sein Antheil an den drei Opfernden Werth einer Präbende übersteigt, der Ueberschuss ihmverbleibe. Sollte aber sein Antheil den Werth einer Prä-bende nicht erreichen, so hat sein zeitiger Vicedom die Be-fugniss, von seinem andern Gute von dem Gotteshause sovielzu nehmen, als nöthig ist, die Rente zu ergänzen, welcheaufhöre, sobald der Chor vollendet sei. In derselben Weisegeben Dechant und Kapitel eine volle Präbende zu dem Bauevon dem Gute, das Gott ihrem Gotteshause verliehen hat. —Wie viel die Präbende im Jahre 1318 betrug, haben wir obenS. 234 erfahren; über ihren Werth um die Mitte des vier-zehnten Jahrhunderts sind wir nicht unterrichtet. Jedenfallshaben noch andere reiche Geldquellen fliossen müssen, umein so grossartiges Werk zur Vollendung zu bringen. DieOpferwilligkeit und die freiwillige Besteuerung der Gläubigenaller Stände werden die Hauptsache dazu gethan haben. Wasdiese vermögen, haben wir in unseren Tagen an der andern,
l ) Es wurde wiederholt bemerkt, dass der Probst als Ilofkaplanhäufig von Achen abwesend war. v. Beeck nennt »nach vorhandenenRechnungen« als Geldspender auch den Probst Wilhelm von Wiede.Aquisgranum, p. 48.
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