Druckschrift 
1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
Seite
284
Einzelbild herunterladen
 

284

Achon erhält die Meierei von Burtscheid.

len des ganzen Convents den Bürgern Achens für immer ihrGericht und ihr Dorf Burtscheid mit den dazu gehörendenLeuten übertragen haben, mit Vorbehalt des Rechtes, dasdem Vogte über das Dorf zusteht. Es sollen die Leute desDorfes und des Gerichtes von Burtscheid dem Käthe der StadtAchen gehorsam und unterthänig sein mit Ausnahme der Äb-tissin, des Conventes, des Klosters mit seinem Besitz um denBerg herum, des Weinkellers, des Werkhauses, der Schmiede,der Amtleute, der Ackerlande, der Zehnten, des Busches, denman Kammerforst nannte, des anderen Busches, welcher derGemeinde Burtscheid gehört, der Mühlen, der Pachte und derZinsen des Klosters. Auch behält das Kloster seinen Weiher(Teich) mit dem Kanal, dem Abzuggraben (Adoit) aus demwarmen und kalten Wasserflusse, ihre Benden (Wiesen) undihr Panhaus, das im Dorfe steht. Achen verspricht, dasKloster für immer zu beschützen, dasselbe um Krieg, Unfrie-den, Heerfahrt, Bauten oder zu andern Diensten, welche dieStadt betreffen, niemals in Anspruch zu nehmen, die Privi-legien und Briefe, welche die Äbtissin und der Convent überihre Freiheiten und über das Gericht des Dorfes ausgelieferthaben, jederzeit zu überlassen, um ihren erblichen Besitz da-mit zu erweisen. Auch gelobt die Stadt, von dem Gefängniss,das auf dem Besitze des Klosters steht, zur Anerkennungseines Rechtes am Tage Johann des Täufers jährlich zwölfAchener Pfennige zu zahlen. Um das Kloster in seinenNeubauten, die es begonnen hatte, zu unterstützen, schenkteAchen um Allerheiligen 1352 einen jährlich am Tage Johanndes Täufers auszuzahlenden Zins von fünfundzwanzig Mark').Die Uebertragung der Meierei scheint die Abtei bald gereutzu haben. Mit Achen entstanden Streitigkeiten, welche bisin die neuere Zeit hinübergingen. Achen scheint mehr alsdie Gerichtsbarkeit beansprucht zu haben, was die Äbtis-sin, welche die Herrschaft über Burtscheid behielt, besorgtmachte.

Nach einer deutschen Urkunde im Stadtarchiv verglichAchen sich am 23. Aug. 1351 mit dem Ritter Johann vonFrankenberg, dem Erbvogt von Burtscheid, über die Grenz-

') Quix, Abtei Burtsch., Urk. 139.