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Besuch der Kaiserin Margaretha in Achen.
Söhne an. Dieser Besuch veranlasste die Stadt zu vielenKosten, brachte aber auch manche Festlichkeiten. Zunächstsandte nach der Stadtrechnung vom besagten Jahre derRath den Boten Godeschalk nach Köln, um zu erfahren,was der Kaiserin dort geschenkt worden, dann schickteman zwei Bürger nach Liittich und Mastricht, um zwei Tücherzu kaufen, die sie aber nicht fanden. Man kaufte bei Wernervon Gürzenich zwei Tücher zu sieben und einem halbenPfund Groschen oder zweihundert und zehn Mark, welche.,den damaligen Werth der Mark zu zwei Thaler elf Silber-groschen berechnet, ungefähr vierhundert sieben und neunzigThaler unseres Geldes entsprechen. 1 ) Diese nebst sieben an-deren Tüchern, deren Preis nicht angegeben ist, wurden derKaiserin zum Geschenk gemacht. Den Hofdamen schenkteman ein Tuch von 47 Mark 1 Schill. = 112 Thaler. DenSöhnen der Kaiserin kaufte man zwei Tücher bei JohannVolmer zu sechszig Mark und zwei andere bei dem Bürger-meister Wolter zu siebenzig Mark. Die Kammerjungfer derPrinzen erhielt zwölf Ellen grünes Tuch zu zwölf Mark, undder junge Graf, ein Gespiele der Prinzen, ein Paar silberneKraselen (Sporen?), die bei dem Herrn Johann von Roder-burg zu zehn Mark und achtzehn Schill, gekauft wurden!Ausserdem kaufte man bei Wilhelm Beyssel einen grossenvergoldeten Gewürzbecher zu 64 Mark 10 Schill., bei Wil-helm de Hex zwei grosse Becher, den einen zu 84 2 /3 Mark,den anderen zu 73 Mark 5 Schill., ferner einen vergoldetenBecher bei Herrn Arnold dem Kleinen zu 41 Mark 3 Schill.
') Zu S. 203 wurde der Werth der Mark zu 11 Thlr. 3 Silbergr.nach unserm Gelde angegeben. Der Geldwerth ist aber in den fol-genden Jahren und besonders im Laufe des vierzehnten Jahrhundertsrasch gefallen. Nur der Goldguldcn, aureus florenus, behielt im Gan-zen seine Geltung. Diesen berechnet Hegel in seinem Werke: DieChroniken des 14. Jahrhunderts, 1862, I. S. 224 ff. zu 5 Fl. 40 Kr.oder 3 Thlr. 10 Sgr. In der Rechnung vom Jahre 1334 werden 2 aureigleich 25 Schill. 2 Denare gerechnet, mithin galt die Mark 3 Thlr.5 Sgr.; 1344 war die Mark nur i /i eines aur. flor., nach unserem Gelde
1 Thlr. 27 l /s Sgr. 1349 ist ein aur. flor. = 2 Mark, also die Mark
1 Thlr. 20 Sgr. 1394 beträgt die Mark nur noch 22'/a Sgr. Laurent,Aachener Stadtrechnungen aus dem XIV- Jahrh, Aachen 1866.