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242 Ludwig IV. und Friedrich der Schöne von Oesterreich.
der Zinszahlung von je zehn Mark jährlich zu befreien. DieBürger sind nicht darauf eingegangen, denn noch 1334 istin der Stadtrechnung von der Rente für die Altäre dieRede. In einer Urkunde vom Jahre 1346 (Quix, 340) ver-spricht die Stadt zum Unterhalte der zwei Sühnaltäre inNideggen den dortigen Herren vom Orden des h. Johann40 kleine Goldflorenen jährlich und der Priorin und dem Con-vent der Weissen Frauen zu Aclien in einer andern Urkunde(Quix, 342) von demselben Jahre für einen Sühnaltar jähr-lich 15 ldeine goldene Florenen. Noch im achtzehnten Jahr-hundert zahlte Achen 42^2 Thaler an die Commende inNideggen. (Man vergl. Aschenbroich, Beiträge zur Gesch.Jülichs, Bochum 1867, I. S. 113.)
Wenn Ludwig IV. erst mit dem Jahre 1330 wieder inBeziehung zur Krönungsstadt trat, so hatte dies seinenGrund darin, dass in den ersten Jahren nach seiner Krö-nung der Krieg mit seinem Nebenbuhler ihn im Süden fest-hielt. Der Norden Deutschlands nahm an demselben keinenAntheil, ja der Markgraf von Brandenburg und der Herzogvon Sachsen hatten sogar Verträge geschlossen, um den-selben von ihrem Gebiet fern zu halten. Dann beschäftigteItalien den König. Hier unterstützte er die Gibellinen, dieGegner Papst Johanns XXII., gegen die Weifen. Der inAvignon residirende Papst, welcher bei dem Thronstreitedie schiedsrichterliche Gewalt beanspruchte, welche die Päpstein ähnlichen Fällen im Mittelalter ausgeübt hatten, thatLudwig IV. in den Bann und belegte das Reich mit demInterdict.
In dem Kampfe um die Krone hatte das Haus Oester-reich Unglück. Leopold, König Friedrichs Bruder, wurde1315 bei Morgarten von den Schweizern besiegt, Friedrichselbst 1322 bei Mühldorf von seinem Gegner geschlagenund gefangen genommen. Um seine Befreiung zu erwir-ken, sandte Leopold dem Sieger die Reichskleinodien zu,welche dieser in Nürnberg öffentlich ausstellen liess. Abernicht diese Zusendung, sondern ein harter Vertrag giebtFriedrich die Freiheit wieder, ein Vertrag, den er nicht zuhalten vermochte, weshalb er in die Haft zurückkehrte. Dawird die Welt am 5. September 1325 durch eine Einigung