Das Marienstift kauft einen Hof in Amel. Beginen. 231
bleibt im Besitze der zwölf jährlichen Schillinge und achtDenare, welche von dem dem h. Geistspitale zugehörenden Hofegezahlt werden, und der acht Schillinge nebst einem Kapaune,welche Leistungen jährlich der Kämmerei des Stiftes zufliessen.Letzteres behält sich auch den bei Giilpen gelegenen Fron-hof mit den Wohnungen und allem dazu Gehörigen und dengrossen sowie den kleinen Zehnten bevor. Zeugen sind Rei-nard von Bongard (Pomerio) und Johann von Schönau ge-nannt Maschreil. (Quix, Gesch. der Schlösser Schönau undUersfeld. Achen 1837. Urk. 3, S. 38.) Derselbe Garsiliusvon Midenark (Moylnarke) hatte am 2. April 1314 seineWohnung, ein Haus mit geräumigem Hofe, welche unterhalbder Imunität lag, dem Stifte gegen die alte Dechanei geschenkt.Die künftigen Dechanten verpflichtete er, an die Stiftsherrenjährlich fünf, an die Chorgehülfen (socios chori) jährlich fünfAcliener Mark zu zahlen. Um 1315 war Heinrich vonSpanheim Probst der Krönungskirche.
Gleichsam zum Ersatz erwarb im Jahre 1317 das Ma-rienstift käuflich von der Begine Jutta von Ambele (Amelim jetzigen Kreise Jülich), Tochter des verstorbenen RittersHeinrich von Hüchelhoven, einen Allodialhof in Amel (Quix,267). Der Jutta war der Hof von ihrer Tante, der BegineAleidis geschenkt worden. In dem Schenkungsakt ist alsZeuge aufgeführt Graf Walram von Jülich, Probst des hie-sigen Marienstiftes. (Quix, 254.) Aus der Urkunde des Gra-fen Gerard von Jülich (1. c. 268), welcher den Verkauf be-stätigt, ersehen wir. dass jeder Morgen des Gutes 8 Markkölnisch gekostet hatte. Jutta lebte als Begine zu Köln, vonwo aus sie am 8. Juli 1318 bescheinigt (1. c. 269), vomDechanten und dem Kapitel der Marienkirche für ihr Gut1200 Mark kölnisch erhalten zu haben.
Zum 28. April 1315 vermachte Katharina von Sofelendem Beginenconvente in der Pontstrasse neben Johann vonGürzenich einen Zins zur Last von drei Häusern, welchedem Kirchhofe von S. Foilan gegenüber lagen. Nach derUrkunde (Quix. Beiträge 2, 162) sollen in dem Convente
') Nach dem Original, Berlin N. 46 der zweiten Abtheilung desArchivs, von H. Loersch abgeschrieben.