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Das Marienstift verkauft seinen Ilof in Gülpen.
zählte. Zu Aclien, das mit Köln zu Ludwig IV. hielt, hatteFriedrich keine Beziehungen.
Ludwig hatte seine Erhebung zur königliche Würdenicht ohne Opfer durchgesetzt; dem Erzbisehofe Balduin vonTrier trat er am 2. Dezember zu Köln die erste königlicheBitte nicht nur in dessen Provinz und Diöces, sondern auchin Aclien, Utrecht, Speier und Liittich ab.
Am 23. November 1314, dem Tage des Märtyrers Cle-mens, verspricht König Ludwig IV. den Achener BürgernBestätigung aller ihrer Privilegien und Schadloshaltung füralles Ungemach, das ihnen für seine Aufnahme in die Stadtwiderfahren sein könnte. Nach der lateinischen Urkundesind die Bürger vollständig mit den Grafen von Loes, den Grafenvon Spanheim und der ganzen jlilich'schen Verwandtschaftausgesöhnt. Der König erwartet, dass die Grafen von Loesdem Ritter und Schultheissen von Achen. Arnold, 1500 schwereTourn. Groschen zurückerstatten und anderen Bürgern 30Pfund Groschen für geraubte Güter zahlen werden. (AchenerStadtarchiv, bei Böhmer, acta imperii, abgedruckt.) Seit 1315tritt in Achen ein Beamter als villicus und advocatus aquensisauf; der Name scultetus kommt in der Achener Verfassungs-geschichte nicht mehr auf.
Das hiesige Marienstift besass seit langer Zeit einen Hofzu Gülpen, in dessen Besitz es im vorhergehenden Jahrhun-dert durch habgierige Nachbaren vielfach beeinträchtigt wor-den war. Deshalb entschloss es sich, am Tage nach Lucia,14. Dezember 1314, mit Bewilligung des Diöcesanbischofs,Adolf von Lütticli, denselben zu verkaufen. Der Dechantdes Marienstiftes, Garsilius von Mulenark (Molenarken), unddas Kapitel überlassen dem Arnold von Julemont, Herrn zuWitten (Witham) und dessen Gemahlin Aleydis um die Summevon fünfhundert fünfundzwanzig Achener Mark den Hof mitder Jurisdiction, dem Schöffengericht, den Mansionarien,Zinsen, der Kurmede ') und der Fruchtlieferung. 2 ) Das Stift
*) Mansionarien, die auf den Gütern sassen und sie bebauten;Kurmede, oensus selectus, eine ausgewählte Abgabe. Haltaus.
2 ) bladum, franz. ble. Du Gange — lieber das Geschlecht derJulemont vergl. Slanghen, ßydragen tot de Geschiedenis van het Her-zogdoom Limburg. Amsterdam und Sittard 1865, S. 103 ff.