Ächen unter Ludwig von Baiern.
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scliofe Peter Aichspalter von Mainz gekrönt. Ueber das Recht,den König zu krönen, hatte sich vor der Feier ein Streitzwischen dem Erzbischofe von Mainz und dem von Trier er-hoben, den Ludwig dahin entschied, dass der Erzbischof vonMainz den Akt übernehme, aber in Monatsfrist seine Berech-tigung dazu nachweise. Da dieser Beweis nicht beigebrachtwurde, so erklärte der König, dass in Zukunft der Erzbischofvon Trier in Abwesenheit desjenigen von Köln die Krönungvorzunehmen das Beeilt habe.
Zur Zeit der Krönungsfeste (in solempnitate coronationisnostre) bestätigte der König der Stadt die bekannten Frei-heiten und Privilegien (Quix, 286), fügte aber wichtige, dieVerhältnisse der Stadt aufklärende, hinzu. Den Bürgernverleiht er Befreiung vom Kriegsdienste ausserhalb der Stadt,weil sie den königlichen Sitz vertlieidigen und vor Angriffenvon Nebenbuhlern schützen sollen; weil in den Achen be-nachbarten Gebieten der Geldwerth so oft wechselt, wodurchder Stadt bedeutender Schaden erwächst, gibt er den Bür-gern das Recht, denselben für die Stadt festzusetzen; weildiese durch grosse Schuldenlast beschwert ist, gibt er ihrdie Vollmacht, Theile ihres Eigenthums, sei es von der so-genannten Sepulia ') oder von anderem in Emphiteuse oderErbpacht zli geben; da in Achen Lombarden wohnen, welcheGeld auf Pfänder geben, so gibt der König den BürgernGewalt, über sie nach Verhältniss in Beziehung auf Waclie-dienst, Befestigung der Stadt und Theilnahme an den son-stigen Lasten der Stadt zu verfügen; endlich verbietet er denWürdenträgern der Stadt, bewaffnet dieselbe zu verlassen,um an einer auswärtigen Fehde Antheil zu nehmen, jeden-falls dieselbe nicht eher wieder zu betreten, als bis die Fehdebeendigt sei, damit die Stadt nicht in Verwickelungen ge-rathe. Zeugen der Urkunde sind ausser den Erzbischöfen vonMainz und Trier die Grafen Gerard von Jülich, Adolf vonBerg, Arnold von Los, Johann von Spanheim, Georg derRauhgraf u. A., überhaupt die meisten Fürsten des nord-westlichen Deutschlands, in welchem ausser dem ErzbischofHeinrich von Köln Friedrich von Oesterreich keine Anhänger
l ) Unter Sepulien verstand man dievomSoersthale nach Norden aufstei-gende Anliöhe. Nach Du Cange Land, das früh im Jahr besäet werden muss.