Versöhnung Achens mit dem Hanse Jülich.
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Aclien, eine Sühne zwischen der Gräfin-Witwe Richardis, derenSöhnen Walram, Probst zu Achen, Otto, Probst zu Mastricht,und Gerhard, Herr zu Kaster einerseits und der Stadt Achenandererseits am 20. September des Jahres 1280 zu Stande(Quix, 226), welche der Stadt für die damaligen Verhält-nisse schwere Verbindlichkeiten auferlegte und zeigt, wie sehrsie trotz der verschiedenen Bündnisse in die Enge getriebenwar. Die Sühne wurde geschlossen mit Beirath und unterZustimmung Heinrichs, Herrn von Montfort und vormaligenBischofs von Lüttich, der Grafen Reinald von Geldern, Hein-rich von Luxemburg, Heinrich von Laroche, der HerrenGerard von Dürbny, Walram von Falkenberg, Walram vonLuxemburg, Theodorich von Heinsberg und Egidius von Ure. l )Die Bürgerschaft zahlte der Witwe Wilhelms IV. fünfzehn-tausend Mark 2 ) in bestimmten Terminen und verpflichtetesich zur Errichtung und Dotirung von vier Sühnaltären, deseinen in der Kirche der Weissen Frauen in Achen, deszweiten in der Cisterzienser-Abtei zu Burtscheid, der beiden
') Die Ure waren ein altes Geschlecht, dessen Stammschloss imOurthale in der Bürgermeisterei Reuland, im südlichsten Theile desheutigen Regierungsbezirkes Achen, liegt. Kaltenbach, der Regierungs-bezirk Achen, 1850, S. 463.
'-) Die Mark, marca (franz. marc, poids qui contient 8 onces)hiess nach ihrem Ursprünge seit der zweiten Hälfte des 10. Jahrhun-derts die kölnische und war in zwölf (in Achen zur Zeit Friedrichs I.in vier und zwanzig, Quix, Cod. dipl. 51, die marca sterlingorum a.1280 in zehn ib. 226.) solidos oder Schillinge, diese in je zwölf Denareoder Pfennige getheilt. Sie lag auch später jedem der verschiedenenMünzfusse, welche in Deutschland Geltung hatten, zu Grunde (nochim Wiener Münzvertrage zwischen Oesterreich und den Zollvereins-staaten vom 24. Januar 1857, dem gemäss das Zollpfund zu 30 Thlr.angenommen wurde, setzte man 1 /sa Zollpfund — 1 /u kölnische Mark,)und trat an die Stelle des karolingischen Pfundes, libra: Ueber diekölnische Mark vergleiche man Ennen, Geschichte der Stadt Köln, I.S. 508 ff. und II. S. 378 ff. S. 382 heisst es, dass die Mark im drei-zehnten Jahrhundert 11 Thaler, 3 Silbergroschen, der solidus, Schilling,27 2 /3 Silbergroschen, und der denarius, Pfennig, zwei Silbergroschen,vier Pfennige betragen habe. Nach S. 379 bestimmte König Rudolfim Jahre 1282 (Pertz, leges, II. 440). dass aus der Mark Silber drei-zehn Schillinge und vier Denare geprägt werden sollten. (Nach demjetzigen Silberpreis ein Werth von 33 Thlr. 1 Sgl - .)
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