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Achener Sendgericht.
schon in verschiedenen Urkunden erwähnte Anwesenheit desScholasters. An einer anderen Stelle werden auch die dasbekundenden Ausdrücke in dem Nekrologium der Marien-kirche angegeben werden. Köln, zu dessen Metropolitanver-bande Achen gehörte, hatte immer gute Schulen gehabt underhielt auch 1248 zur Zeit Königs Wilhelm durch AlbertusMagnus und dessen grossen Schüler Thomas von Aquinoeine neue, die weltberühmt wurde. Ersteren hatte das Ge-neralkapitel des Predigerordens von der Hochschule vonParis, wo er lehrte, nach Köln gesandt, um hier eine Schulezu leiten, auf welcher die Zöglinge alle Studien machen unddie akademischen Grade der Theologie erlangen konnten.Gegen Ende des Jahrhunderts und im Anfange des folgendenlehrte der »scharfsinnige Doktor« Duns Scotus zu Köln, woer 1308 starb.
Im dreizehnten Jahrhundert entstanden in den verschie-denen deutschen Landen zahlreiche Stadtschulen für dieJugend, welche nicht dem geistlichen Stande sich widmete.Dass solche auch in Achen bestanden, kann man schon ausdem Blühen der Gewerbe schliessen, man hat aber auchBeweise dafür in dem Vorkommen der entsprechenden Aus-drücke in dem erwähnten Nekrologium.
Als König Richard Anfangs August des Jahres 1268zum vierten Male nach Deutschland gekommen war, bemühteer sich leider ohne grossen Frfolg, den Landfrieden in demWesten unseres Vaterlandes aufrecht zu erhalten und dieden Handelsverkehr auf dem Rheine hemmenden Zölle auf-zuheben. Nachdem er am 15. Juni 1269 die durch ihreSchönheit berühmte Beatrix, eine Tochter des dem Lim-burger Hause angehörenden Theoderich von Falkenberg ge-heirathet hatte, kehrte er im August desselben Jahres nachEngland zurück, wurde im Dezember 1271 vom Schlage ge-rührt und starb den 2. April 1272. Die mit grosser Zuver-sicht von ihm übernommene Mission war von geringem Erfolge.
In dem Jahre 1269, von welchem eine Chronik ')über einen Versuch der Gemeine, grössere Freiheiten zuerringen, berichtet, kommt zum ersten Male die Synode
') Herausg. von Prof. H. Loersck in Ann, des bist. Vereins fürden Niederrliein etc. 1866-