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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Richard schenkt einen Krönungsornat.

ginen befreit. Deren Haus heisst in Urkunden des vier-zehnten Jahrhunderts zum h. Matthias und zu den elftausendJungfrauen und der Neuhof des dritten Ordens vom h. Fran-ziscus. Bei der Kapelle des Matthiashofes befand sich einSpital für reisende oder wallfahrende Frauenzimmer, vonwelchem nicht bekannt ist, ob es gleichzeitig mit dem Mat-thiashof entstand. Dieser lag zwischen der jetzigen Franz-strasse und der Mörgensgasse. J ) Andere später entstandeneBeginenhöfe waren der sogenannte Beginenwinkel in der Pont-strasse (urkundlich im Jahre 1315), dem Josephineninstitutegegenüber, und der Stephanshof in der Hartmannsstrasse.Der Matthiashof wurde mit seinem vollständigen Inventar imJahre 1640 dem Marienthaler Nonnenkloster dritten Ordensvom h. Franziscus einverleibt (Quix 1. c. 25), das seit 1470nach Nopp. S. 97 unter einem Dache mit der Matthiashof-kirche war.

Als König Richard im Jahre 1262 zum dritten Malenach Deutschland kam, überwies er der Stadt wahrschein-lich den Raum für das ältere Ratlihaus derselben; es stehtaber urkundlich fest, dass er in demselben Jahre dem Ma-rienstifte und der Stadt die auf seinen Befehl und seineKosten angefertigten Krönungsinsignien zur Aufbewahrungübergab. (Quix, 192.) »Richard, König Alemanniens und Sohndes Königs von England, schenkt der Kapelle der Ii. Mariazu Achen eine goldene Krone mit Rubinen, Smaragden,Saphiren, Perlen und anderen sehr werthvollen Edelsteinenaufs Schönste geschmückt, ein Paar Königliche Gewändermit seinem Wappen nebst vergoldetem Scepter und vergol-detem Apfel,« damit diese Kroninsignien zur Krönung derKönige Deutschlands bereit seien, und verordnet, dass dieseReichsldeinodien unter Obhut und den Siegeln des dortigenProbstes — Probst zu dieser Zeit war Garsilius —, Dekansund Kapitels, sowie unter Obhut und den Siegeln der Schöffenund dem gemeinsamen Siegel der Stadt aufbewahrt werdensollen. Der König bestimmt ferner, dass genannte Kleinodienaus jener Kapelle weder entfernt, verkauft, noch zu irgend

') Am 8. Juli 1452 machte Joh. von Lynnich, Pastor zu S. Mathysin Achen, eine Reihe Stiftungen zur Beherbergung fremder Schwesternin dem dortigen Gasthaus. Urk. im Stadtarchiv.