Pfarrverhältnisse Achens.
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zu befestigen, so ist es nicht unwahrscheinlich, dass langeZeit an manchen weniger bedrohten Stellen statt der äusse-ren Mauer Wall, Graben und Pallisaden die Befestigungausmachten.
Zwei Breves des Papstes Alexanders IV., am 23. Juli1260 von Anagni aus erlassen, verbreiten über die Verhält-nisse Acliens ein erwünschtes Licht. Der Papst schreibtseinem Kapellan, dem Magister und Lütticher ArchidiakonMarcuald, dass Vogt, Schoflen, Ministerialen, Bürgermeisterund Bürgerschaft Achens ihm die Mittheilung gemacht haben,dass in dem Orte, welcher sehr bevölkert sei, nur eine Pfarr-kirche bestehe, welche die Seelsorge habe, und dass ausser-halb der Mauern dieses Ortes drei Kapellen — von diesensind nur zwei, die von S. Peter und die von S. Jakobbekannt — seien, welche von derselben Pfai'rkirche ab-hingen und in welcher die Pfarrgenossen (parochiani) allekirchlichen Sakramente empfingen, mit Ausnahme der Taufeund der letzten Oelung, welche sie von der erwähnten Pfarr-kirche erhielten. Deshalb bäten der Vogt und die übrigenobengenannten Männer den Papst, dass er den zu den Ka-pellen Gehörenden, welche ausserhalb der Stadt wohnen undzur Nachtzeit, wo die Thore der Stadt geschlossen seien,nicht zur Pfarrkirche gehen könnten, gestatte, die Sakra-mente der Taufe und der letzten Oelung von den Vikarender Kapellen zu empfangen. In vorstehendem Breve sowiein einem andern von dem nämlichen Datum ') wird demMarcuald die Entscheidung anheimgegeben. In dem zweitenBreve wird noch ganz besonders die grosse Menge des Vol-kes betont und angegeben, dass der Rektor (Pfarrer, Pleban)der Marienkirche und seine Vikare in den Fasten und anChristihhnmelfahrt nicht ausreichen, Beichte zu hören unddie Kommunion zu spenden. Die Bitte des Magistrats istgewährt worden. 2 ) Erst später jedoch wurden die Kapellenzu Pfarrkirchen erhoben. S. Peter wird im Jahr vorher wahr-scheinlich zum ersten Male erwähnt. Die Kirche liegt aufeiner mässigen Anhöhe. Der Thurm diente in den unruhigen
') Quix, Geschichte der S. Peterpfarrkirche, Aachen 1836, Urk. 7und. 8. 2 ) Die Taufe blieb bei der Marienkirche, bis Achen im Jahre1802 zum Sitze eines Bischofs erhoben wurde.
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