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Befestigung Achens.
die Anwesenheit des Erzbischofs von Mainz, zehn Bischöfe,dreissig Herzöge und Grafen und dreitausend Ritter wurdedie Feier verherrlicht. Die dargebrachten Huldigungen er-freuten den König in hohem Grade. An seinen Neffen Eduardschrieb er nach England, er preise sich glücklich, in Deutsch-land so tapfere Erzbischöfe und Bischöfe zu besitzen, durchderen Arm er die Rebellen zu besiegen vermöge, und ge-traue sich, das Reich gegen die ganze Welt zu behaupten.Wie -bald fand der König.sich enttäuscht! Wie wenig ist esihm bei bestem Willen gelungen, der Verwirrung im Reichezu steuern und für dasselbe Nachhaltiges zu wirken. Achenjedoch erfreute sich seines Wohlwollens und verdankte ihmbleibende Vortheile.
Am 22. Mai 1257 bestätigte Richard die uns bekanntenRechte und Privilegien der Stadt mit dem merkwürdigenZusatz: «desgleichen bestimmen wir, dass die genanntenAchener Bürger berechtigt sind, unter sich die Mittel zusammeln, sich und unsere Stadt Achen zur Ehre und zumNutzen des Reiches zu befestigen nach ihrem Ermessen, in-soweit ihnen zu unserer Ehre, der königlichen Herrlichkeitund ihrem Bedürfnisse dienlich erscheint. Was sie von ihremGute unter sich zusammenbringen und was sich aus demöffentlichen Einkommen ergibt, soll nie zu unserm und irgendeines Nachfolgers oder irgend einer andern Person Vortheil,sondern nur zu ihrer Befestigung und zu anderem Vortheilder Stadt verwendet werden.« (Lac. II. 438, Quix 186.)Wenn hier von Befestigung der Stadt die Rede ist, so kanndiese nicht von der Ausbesserung des Mauerringes Friedrichs I.,welcher durch die Belagerung schadhaft geworden war, unddie sich von selbst verstand, gemeint sein. Es gilt vielmehr,die zahlreich bevölkerten Vorstädte, deren Vorhandenseindurch Urkunden der nächstfolgenden Jahre bewiesen ist, indiesen Zeiten allgemeiner Unsicherheit zu schützen. So habenwir in diesem Privilegium Königs Richards die erste Andeu-tung einer äusseren Ummauerung Achens, deren Ausführungdem dreizehnten und den folgenden Jahrhunderten ange-hörte. Wenn die Bürger vor der Belagerung sich dabei be-gnügten, die Südseite der Stadt, wo die Mauer noch nichtvollendet war, durch einen tiefen Graben und Pallisaden