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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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174 Wilhelm ohne Ansehen. Neue Königswahl.

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ist schon im Jahre 1255, wo dieser clen Bund zu Oppenheimbestätigt, Mitglied desselben.

Achens Abgeordnete werden genannt auf der Städtever-sammlung zu Worms am 15. August 1253, Mon. Leges, II,373, und auf der zu Mainz im Jahre 1256, Mon Leges,II, 377.

Dass Achen um diese Zeit in besonderem Handelsver-kehr mit Flandern stand, geht aus einem Briefe der GräfinMargareta von Flandern hervor, den sie in der Pfingstwoche1252 an die Kaufleute der Städte Köln, Dortmund, Soest,Münster und Aclien richtet. In diesem zeigt sie an, dass sieeine neue Zollrolle für Damme ausgefertigt habe. ] )

König Wilhelm konnte auch nach dem Tode Konrads IV.nicht zu Ansehen im Reiche gelangen, vielweniger noch derAnarchie steuern. Er war selbst wiederholt persönlichenUnbilden ausgesetzt. Ja es ging die fast unglaubliche Sage,der mit ihm unzufriedene Erzbischof Konrad von Köln habeeines Tages in Neuss an die Wohnung des Königs, in welchersich auch der päpstliche Legat befunden, Feuer anlegenlassen!

Nachdem der König am 28. Januar 1256 bei Medemblekin einem Kampfe gegen die Friesen umgekommen war,stürzte Alles in noch grössere Unordnung uud Verwirrung,und es begann der schimpfliche und für Deutschland ent-ehrende Handel um die Krone, welche verschiedene Parteienan auswärtige Fürsten zum Verkauf ausboten. Vergebensdrangen die Abgeordneten des rheinischen Städtebundes, un-ter ihnen die von Köln und Achen, auf Einheit der Wahl;der Eigennutz der Grossen siegte über den Patriotismus derBürger. Nach einjähriger Thronerledigung fand eine zwie-spaltige Wahl statt. Erzbischof Konrad von Köln, welchemGraf Richard von Cornwales für Mühe und Unkosten acht-tausend Mark Sterling zugesagt hatte (Lac. II. 429), wähltemit Vollmacht des in Braunschweig gefangen gehaltenenErzbischofs Gerhard von Mainz und der Pfalzgrafen Ludwigund Heinrich bei Rhein vor den Thoren Frankfurts am 13.

') Fahne, die freie Reichsstadt Dortmund, II. Abth. I. S. 38.ad. Nr. 16.