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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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König Heinrich. Siegel der Stadt.

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Ein Jahr vorher hatte Engelbert I., Graf von Berg,Erzbischof von Köln (12161225) urkundlich erklärt, dasser zur Zeit, wo er noch im Besitze der Probstei von Achengewesen, die Kirchen zu Herstall und Laurenzberg den Prä-benden der Stiftskanonichen einverleibt und dies als Statthalterdes Königs bestätigt habe. Otto, seit 1216 sein Nachfolgerin der hiesigen Probstwürde, bestätigte im Jahre 1221 dieseAnordnung.

Aus einer Verordnung Friedrichs IL, welche er am 19.April 1220 von Frankfurt aus erliess (Lac. 84). ersehen wir,dass um diese Zeit die oben S. 151 besprochene Zierde desSchatzes der hiesigen Marienkirche, der Schrein zum, Lobeder seligen Jungfrau, welcher die grossen Heiligthiimer ein-schliesst, bearbeitet wurde. Er verordnet, dass zur Wieder-herstellung der Kirchenfenster, Erneuerung der Bücher undder Wirthschaftsgebäude des Marienstiftes zu Achen, welchedem Probst daselbst bis dahin oblag, aber vernachlässigtwurde, ein vierter, später ein achter Tlieil der Opfer abge-sondert werden soll; die Kirche soll den vierten Theil desInhaltes des vor dem Paravisus (Paradisus) aufgestelltenOpferkastens ') erhalten, so lange die Capsa (der Schrein) zurEhre der seligen Jungfrau gearbeitet werde.

Kaiser Friedrich II. Hess im April 1220 von den Fürstenseinen Sohn Heinrich in Frankfurt zum Nachfolger wählenund am 8. Mai des Jahres 1222 durch den Erzbischof En-gelbert von Köln zu Achen salben und krönen. Er selbstwar im Jahre 1220 am 22. November in Rom durch PapstHonorius III. zum Kaiser gekrönt worden. Er hatte hierzum zweiten Male das Kreuz genommen und geschworen,den Kreuzzug im August des Jahres 1221 anzutreten.

Zum Jahre 1215 wurde des Stadtsiegels erwähnt. In denvorhergehenden Jahrhunderten wurden die Urkunden vonGeistlichen geschrieben und mit dem Kirchensiegel versehenin dem Kirchenarchiv aufbewahrt, das in Achen über dem

l ) Paravisus, paradisus, in der Volkssprache Pervisch, der Raumzwischen dem Westportal und der Johannis- oder Taufkapelle. Derheutige Fischmarkt hiess in früheren Zeiten der Eisenmarkt.