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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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146 Altäre in d. Marienkirche. Der königl. Stuhl.

Der Nachfolger Brunos von Sayn in der hiesigen Probst-würde, Wilhelm, war in weifische Gefangenschaft gerathen.König Philipp genehmigt am 9. März 1205 zu Würzburg,dass das dortige Hochstift verschiedene Renten und Güterverpfände, um mit der dadurch erhaltenen Summe den ProistWilhelm von Achen zu befreien. Es möge hier der Inhalteiner Urkunde folgen, welche dieser Probst 1207 (Lacomblet,II. 19) zu Gunsten der Pfalzkapelle erliess. Sie gehört zuden wenigen aus dieser Zeit, welche Andeutungen auf Loka-litäten machen. Wilhelm stiftet nämlich in der Marienkirchezu Achen ein stets brennendes Wachslicht »zu Ehren desallmächtigen Gottes, seiner verehrungswürdigen und jungfräu-lichen Mutter und der Apostel Simon und Juda aus denEinkünften der Probstwürde (custodie), welches an Grösseund Gehalt demjenigen ähnlich sein soll, welches Tag undNacht vor dem Altäre der heiligen Jungfrau brennt, und be-stimmt als Aufstellungsort den Raum zwischen den beidenSäulen, welche vor dem königlichen Stuhle an ihrem obern Theileunter den Gapitälchen die Leiber (die Gebeine) beider Apostelin eine Lade geschlossen tragen sollen. Eine andere Urkundevom Jahre 1223 (Quix, Cod. dipl. N. 136) besagt, dasszwischen der Marienkirche und dem Herzoge Heinrich vonLothringen ein Streit sich erhob über die Zahlung von siebenMark Seitens Thile (bei Lüttich), über welche der Herzognichts weiss. Um den Streit zu schlichten, stiftet er mitZustimmung seines Sohnes Heinrich für sein, seiner GemahlinMaria, einer Tochter des Königs von Frankreich, sowie fürseiner Vorfahren und Nachfolger Seelenheil einen Altar vordem königlichen Stuhle, zu Ehren der Apostel Simon und Judaund stattet diesen mit zehn Mark jährlich auf Thile aus.Unter den Zeugen ist Erzbischof Engelbert von Köln. Am2. Februar 1225 bezeugt der Kardinallegat Konrad, dass erin der Kirche des Achener Marienstiftes einen Altar zuEhren der Apostel Simon und Juda und des Königs Karlgeweiht habe.

Philipp erschien am 29. September 1205 vor Köln, dassich fünf Jahre vorher mit einer Mauer umgeben hatte, be-lagerte es fünf Tage vergebens und zog vor Neuss, das erzwang, sich dem Erzbischof Adolf zu ergeben und diesem