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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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140 Urkunden zu Gunsten Achens und der Marienkirche.

hiesige Pfalzkirche zu. Sinzig besass, zwei Drittel den Stifts-herren, ein Drittel dem Probste zukommen sollte.

Eine Urkunde, welche der Kaiser im November 1192. zuSinzig erliess, wendet sich an Schultheiss, Vogt, Schöffen undan die gesammten Bewohner Achens und beweist, dass dieStadt damals schon eine feste bürgerliche Organisation hatte;ausserdem zeigt sie auch, in welchem eigenthümlichen Ver-hältnisse die Leute des benachbarten S. Adalbertsstiftes:homines S. Adalberti, zu den Bewohnern Achens standen.Diese Hessen nämlich jene zu den Lasten der Stadt beitragen,ohne ihnen Antheil an den Waldungen, Weiden und anderenBesitzungen der Stadt zu gestatten. Der Kaiser befiehlt nunden Achenern, wie er ihnen neulich mündlich eingeschärfthabe, den Leuten von S. Adalbert gleiche Gemeinschait anden gedachten Vortheilen zu vergönnen. Sowie wir in vor-stehender Urkunde (Quix, Cod. dipl. N. 67, p. 46) die städti-sche Obrigkeit' hervortreten sehen, so finden wir in anderengleichzeitigen Urkunden (z. B. N. 40, p. 27) die Würden-träger der Pfcdrjlmpelle aufgeführt. Diese waren folgende:Der Probst. Seitdem Kaiser Otto III. durch Papst GregorV. den Rang des Marienstiftes dadurch hatte erhöhen lassen,dass sieben Kardinalpriester und sieben Kardinaldiakonen anderselben fungiren sollten, hatte natürlich auch die Würdedes Probstes eine höhere Bedeutung gewonnen. Wir findenin derselben von da an nur Männer von kirchlichem oderpolitischem Ansehen, mitunter Verwandte der regierendenHäuser, sogar einen Sohn des Kaisers selbst, in den späterenZeiten meist Söhne der rheinischen Dynastenhäuser. Diehiesige Probstwürde ist wiederholt die Vorstufe zum bischöf-lichen oder zum erzbischöflichen Stuhle. Zuweilen ist derProbst vorherrschend politische Persönlichkeit und gehörtdem Laienstande an. Als Geistlicher war er Hofkapellan,capellarius, capellanus genannt, nach dem Mantel oder dercappa des Bischofs Martin, welche die fränkischen Königenebst anderen Reliquien als Kleinod auf ihren Kriegszügenmitführten und der Obhut eines Geistlichen anvertrauten,welcher auch den Lagergottesdienst verrichtete. Nicht seltenwar der Probst Kanzler und folgte auch in dieser Eigenschaftdem Hoflager. Er besorgte die baulichen Angelegenheiten