13S Die erste Schöffenerwähnimg in einer Urkunde v. 1189.
handeln die Urkunden von den Besitzungen der hiesigenStiftskirchen. So erfahren wir nocli aus dem Jahre 1174,dass Traben und Kesselheim an der Mosel dem hiesigem ProbstOtto jährlich 11 Fuder und 5 Ahm Wein und 2 Mark zuliefern verpflichtet sind, dass 1180 der Erzbischf Arnold I.von Trier den Pfarrer von Traben zu dessen Weinlieferungverurtheilt und einen Streit über den Zehnten zwischen denBrüdern des Acliener Marienstiftes und den Mönchen der AbteiCorvei zum Yortheil der Erstem entscheidet, dass fernerder Herzog Gottfried von Lothringen und seine Söhne imSeptember 1185 (Quix, Cod. dipl. Lp. 25) das Landgut Tilizbei Herstall dem Könige Heinrich VI. übergeben, der es demMarienstift verleiht, dass endlich Konrad, Probst des hiesigenS. Adalbertsstiftes im Jahre 1189 mit seinen Mitkanonikerneine Uebereinkunft trifft über die Yertheilung des Einkom-mens aus den Gütern Umere, Dhieste und Waldrich, welchedas Stift in Seeland und Südholland besass. Der Probst desMarienstiftes, Otto, starb im Jahre 1174 und hatte zumNachfolger den Kanzler Friedrichs I. und Heinrichs VI.,Gottfried, der 1185 starb.
Noch ist hervorzuheben, dass in einer Urkunde vom Jahre1189 (Quix, Cod. dipl. Nr. 83, p. 85) zuerst Schöffen in Achenerwähnt werden, nämlich Theoderich von Linnich, Simonvon Berg (de monte) und Gerard von Achen (aquensis). Indem letzteren Namen haben wir wohl auch die erste Er-wähnung des für unsere Gegend berühmten Geschlechtesderen von Aix oder Schönau-Scliönforst.
Friedrich I. schloss seine lange und thatenreiche Regie-rung mit einem Zuge nach dem Morgenlande, um das 1187von Saladin den Christen entrissene Jerusalem wiederzuer-obern, und starb zur allgemeinen Trauer der Christenheitbeim Ubersetzen über den Fluss Saleph vom Schlage ge-rührt den 10. Juni 1190. Seine Leiche wurde zu Tyrusbestattet.
Aclien unter Heinrich VI. 1190—1197.
Der 1169 in Achen zum Könige gekrönte Heinrich VI. waram 20. Mai um Pfingsten 1184 mit seinem Bruder Philipp auf