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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Friedrich I. beschenkt die Marienkirche.

Nach den angeführten Kölner Jahrbüchern zum Jahre1166 »schenkte sowohl der Kaiser als die Königin der Ma-rienkirche einige königliche Gaben in goldenen Gefässen undseidenen Gewändern nebst zehn Mark jährlich.« Ein gross-artiges kaiserliches Geschenk macht Friedrich der Kirche inder berühmten Lichterkrone, welche von der Kuppel des Ok-togon herunterhängt und noch heute, wo sie zum Theil ihresfrüheren Schmuckes beraubt ist, die Bewunderuug erregt.Sie ist ein Bild des himmlischen Jerusalem und der MutterMaria gewidmet. Die drei letzten Verse der sechzehn Hexa-meter der lateinischen Inschrift lauten in der Uebersetzung:Drum, du Meeresstern, hellleuchtend vor allen Gestirnen,0 in Gnaden nimm auf den flehentlich schenkenden Friedrich,Wolle gesellen ihm bei seine Throngenossin Beatrix. r )

Am 8. Januar 1166 bestätigt Kaiser Friedrich I. denKanonichen des Marienstiftes zu Achen den Genuss von Ge-fällen zu Richterich, Erkelenz und aus der Küsterei (custodia),welche sein Neffe (nepos noster) Otto, Probst daselbst, unddessen Vorgänger denselben zukommen Hessen. Der Kaiser

Stella maris, o Maria, Steril, Maria, auf dem Meere,

rauudi salus, vitae via, Heil der Welt, des Lebens Fähre,

vaeillantum rege gressus Du die schwanken Schritte lenke

et ad regem des accessus Und zum König Zutritt schenkein perenni gloria. In dem Reich der Herrlichkeit.

. Christe, splendor dei patris, Christus, Licht aus Licht geboren,

incorruptae üli matris, Sohn der Jungfrau rein erkoren,

per hunc sanctum, cujus festa Gicb durch dieses Heil'gen Flehen,

celebramus, nobis praesta Dessen Feste wir begehen,sempiterna gaudia. Uns die ew'ge Seligkeit.

') Franz Bock, welcher die Lichterkrone zum Gegenstande einerMonographie gemacht hat, bespricht dieselbe auch in seinem Werke überdie Kunstschätze der Achener Pfalzkapelle. Er ist der Ueberzeugung,dass sie das Werk eines Achener Künstlers, des Wibertus ist, vonwelchem das Nekrologium der Marienkirche S. 18. sagt, er habe dengrössten Theil der Mühe und Arbeit auf Anfertigung der Krone ver-wendet und die Herstellung des Daches für die ganze Kirche, desglei-chen die Anfertigung des vergoldeten Kreuzes auf dem Tliurme undden Guss der Glocken in die Hand genommen und Alles glücklichvollendet. Zu demselben Datum (24. März) sagt das Nekrologium,Wibertus sei Bruder des Achener Stiftsherrn Stephanus gewesen undhabe der Kirche zwei silberne Messkännchen sowie zwei Häuser ge-schenkt, welche dicht neben der St. Foilanskirclie gelegen. Hiermitwird dieser Kirche in der Geschichte Achens zuerst Erwähnung gethan.Man vergl. Schnaase, Geschichte der bild. Künste V. S. 611 Ii'. Düssel-dorf 1872.