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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Heiligsprechung Karls des Grossen.

Sarkophage, sagen die anales colon. max.) erhoben und inder Mitte der Domkirche auf einer silbernen Bahre aufge-stellt. Schon früher wurde der kriegerische Apostel derSachsen in manchen Kirchen als selig verstorbener verehrt,jetzt aber mit Zustimmung des Papstes Paschal durch Rei-nald als Metropoliten heilig gesprochen. Obwohl diese Hei-ligsprechung mit Zustimmung eines schismatischen Papstesund- durch einen schismatischen Metropoliten vorgenommenwar, ohne dass, wie es bisher Sitte war, vorher eine Syno-dalprüfung vorgenommen wurde, so hat doch weder Alexander,noch einer seiner Nachfolger widersprochen; die Verehrungdes heiliggesprochenen Kaisers in mehreren Kirchen wurdestillschweigend geduldet. Doch ist wohl kaum zu bezweifeln,dass eben diese Heiligsprechung der Hauptgrund war, wess-lialb 1179 auf dem dritten lateranensischen Konzile das Rechtder Kanonisiation dem Papste ausdrücklich vorbehalten wurde.

Ebensowenig lässt sich die wesentlich politische Bedeu-tung der Feier verkennen. Neuen Glanz wollte man demKaiserthum verleihen, indem man die gewaltige Gestalt desErneuerers des abendländischen Kaiserreichs heraufbeschwor,auf den sich Friedrich so gern berief, wenn es galf;, aufkaiserliche Allgewalt zu pochen, dem er in seinen Erlassendie Ehre anthat, ihn seinen Lieblingsvorgängern am ReichConstantin, Yalentinian und Justinian an die Seite zu stellen.Wenn zu allem Grossen und Erhabenen, womit Geschichteund Sage den Helden ausgestattet hatten, noch die Weiheder Kirche kam, so musste die Erwähnung des kräftigenSelbstherrschers, wo sie kaiserlichen Zwecken dienlich seinkonnte, einen um so stärkeren Eindruck machen.

Zugleich wurde eine Stärkung der Sache des Gegen-papstes bezweckt, die auf seinen Namen vorgenommeneHeiligsprechung eines deutschen Kaisers sollte das deutscheVolk enger an ihn ketten.«

Durch die Heiligsprechung seines Gründers gewannAchen im Abencllande höhere Bedeutung, in höherem Gradegilt das natürlich von der Pfalzkapelle, in welcher fortandie Gebeine des Heiligen dem Volke zur Verehrung ausge-stellt waren. Man darf annehmen, dass in dieser Zeit derallgemeinen Freude von einem Stiftsgeistlichen die Sequenz: