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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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18jähriges Schisma.

ein altes baufälliges Haus, das er in diesem Jahre neu auf-bauen liess. Die Pau wird in dem Nekrologium der Marien-kirche, dessen Aufzeichnungen dem dreizehnten und vier-zehnten Jahrhundert angehören, häufig erwähnt. Auf Bittendes Dechanten der Marienkirche und des Kapitels derselbennimmt Papst Hadrian IV. im Jahre 1157 die von Karl demGrossen erbaute und von Papst Leo geweihte Kirche in sei-nen Schutz. Er bezeichnet sie als den königlichen Sitz unddas Haupt des jenseitigen Galliens. Alle gegenwärtigen undzukünftigen Besitzungen derselben sind ihr gesichert und derDecliant hat die Berechtigung, das Anathem über Jedwedenauszusprechen, der sie zu beeinträchtigen wagen sollte.

In einem Gnadenbriefe, welchen der Kaiser am 5. Juni1162 der Stadt Genua verlieh, erscheint Wilhelm, der Vogtvon Achen, als sein Vertreter, ein Beweis, dass der Vogt inseiner Art in nicht geringerem Ansehen stand, als der Probstder Marienkirche. Eines Vogtes zu Achen geschieht urkund-lich zuerst 1100 Erwähnung. Er hatte den Blutbann, dieAufsicht über die öffentliche Sicherheit, die Erhebung derEinkünfte der königlichen Kammergüter und die Gerichts-barkeit über die Hörigen. ') ,

Im folgenden Jahre werden nach den Achener Annalenauf Befehl des Kaisers die Häuser derjenigen Ritter zerstört,welche den Amelius und Lambertus, Stiftsherren der AchenerMarienkirche, verletzt hatten.

Unterdessen hatten die Anfangs anscheinend günstigenBeziehungen Friedrichs I. zur Kirche sich getrübt. Veran-lassung dazu gab eine streitige Papstwahl, wobei die kirch-liche Partei Alexander III., die kaiserliche Victor IV. undnach dessen Tode Paschal III. wählte. So entstand ein un-glückseliges Schisma, das 18 Jahre (von 11591177) währte.Der Kaiser hatte nach dem Tode Victors IV. den kirchlichenFrieden wiederherstellen wollen, aber sein Kanzler Reinaldvon Dassel, Erzbischof von Köln, 11591167, wählte mitnur wenigen Kardinälen schon zwei Tage nach Victors IV.

') Man vergl. die Regesten der Achener Vögte, Untervögte,Meier, Schultheissen und Richter vom J. 11001561 S. 251 bei Lörsch,Achener Rechtsdenkmäler. Bonn 1871.