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Krönung Friedrichs I. in Achen.
beiden verwandten Häuser stehen am Ende seiner Regie-rung in unversöhnter Feindschaft einander gegenüber.
Dass Achen sich seiner besonden Gunst erfreute undunter ihm eine bedeutende Periode der Entwickelung beginnt,verdankt es dem Vorzüge, die Grabstätte des grossen Grün-ders der römischen Kaiserwürde deutscher Nation zu besitzen.
Kaiser Friedrich I. Barbarossa. 1152—1190.
Nach Otto, Bischof von Freisingeu, einem HalbbruderKonrads III. und berühmtem Geschichtschreiber, kamen am5. März 1152 alle geistlichen und weltlichen Fürsten desReiches in Frankfurt zusammen und erwählten den HerzogFriedrich von Schwaben wegen seiner Würdigkeit und wegenseiner Abstammung einstimmig zum Könige. Friedrich I.selbst zeigt dem Papste Eugen III. an, er sei am 9. Märzunter Zuruf des Volkes in der Stadt Achen (in oppido aquis-grani) durch den Erzbischof Arnold von Köln gesalbt undauf den königlichen Stuhl gesetzt worden, und versprichtder römischen Kirche und allen kirchlichen Personen schnelleund gebührende Gerechtigkeit und den Witwen, Waisen unddem gesammten Volke Schutz. Ein von Friedrich verstosse-ner Diener hoffte bei der wegen der Krönung herrschendenallgemeinen Freude Verzeihung zu erhalten und warf sichdem Könige in der Kirche zu Füssen. Dieser aber sprachmit Ernst: »Ich habe dich nicht aus Hass, sondern der Ge-rechtigkeit wegen von meiner Person entfernt, und habedaher keinen Grund, meinen Spruch zu widerrufen.« NachOtto von Freisingen zog Friedrich I. nach beendigter Krö-nungsfeier sich in die inneren Gemächer der Pfalz zurückund versammelte daselbst die Fürsten zu einer Berathung.
Der Abt Wibald war am 18. März noch in Achen undschreibt dem königlichen Notar Heinrich, er habe dem Botenein fertiges silbernes Reichssiegel zu Achen übergeben. ZehnTage nachher, am Grünendonnerstage, übersendet er fertigeWerkzeuge, ferramenta ad bullandum, aus Gold. An dem-selben Tage sendet er dem Achener Schultheiss (villico aquensi),Anselm, ein zinnernes Siegel, das genau nach dem Vorbilddes silbernen gebildet ist, und zwei fertige goldene bullas.