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Tuchweber in Acken.
Adalbert von Trier den Gewählten am 13. März 1138 inAchen. Der Schwiegersohn des verstorbenen Kaisers, Hein-rich der Stolze aus dem Hause Weif, Herzog von Baiernund Sachsen, lieferte dem Könige die Reichsinsignien aus;dennoch erhob sich zwischen ihm und dem Könige einlanger und blutiger Kampf, weil dieser dem Uebermächti-gen zuerst das Herzogthum Sachsen, dann auch das Her-zogthum Baiern absprach. Welchen Einfluss der Bürgerkriegauf die Verhältnisse Achens übte, wissen wir nicht, jeden-falls werden die Bewohner, welche sich der Gunst des Kö-nigs erfreuten, auf Seiten der Staufer gestanden haben.
Ostern feierte der König am 3. April in Achen. Vonhier aus erliess er am 8. April eine Urkunde, welche wiedereiniges Licht auf die Verhältnisse des königlichen Ortes, wieAchen in der Urkunde genannt wird, wirft. Wir ersehen,dass der Ort einen lebhaften Handelsverkehr haben musste,da von dem dortigen Zolle der benachbarten Abtei Burt-scheid drei Pfund jährlich gezahlt werden sollen; nicht we-niger erkennen wir, zu welchem Ansehen die am Anfangedes elften Jahrhunderts gestiftete Abtei gelangt war. Denngegen Abtretung des Hofes Wil im Gaue Ripuarien wurdeder Abt reichsunmittelbar und erhielt das Recht, den Königzu empfangen und zu geleiten, wenn nicht ein Erzbischof,namentlich der von Köln oder Trier, und wenn nicht derBischof von Liittich anwesend war; ferner wurde ihm ge-stattet, die Speisen von der königlichen Tafel zu empfangenfür sich und die Seinigen, nicht blos in Achen, sondernüberall diesseit und jenseit der Alpen, wo er an den Hofging; endlich wurde der abteiliche Antheil an dem Zoll zuAchen von zwei auf drei Pfund erhöht, wobei anerkanntwird, dass Heinrich III. der Abtei den ganzen Zoll verliehenhabe.
Karl der Grosse hatte auf seinen Gütern die verschie-densten Gewerbe begünstigt, welche bei der steigenden Be-völkerung und dem häufigen Aufenthalte des Hofes in derPfalz sich immer reichlicher entwickeln mussten. In Achenwird, wie in den niederländischen Städten, die Tuchberei-tung im Schwünge gewesen sein. Wir schliessen dies auseiner Erzählung der Chronik von S. Trond zum Jahre 1120,