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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Streit um das Bisthum Lüttich.

beiden Parteien erfolgte, erscheint in einer Urkunde vom 1.Juli desselben Jahres an das Kloster Maximin neben denBischöfen von Münster, Konstanz, Trient und Verden unddem Abte Erlulf von Fulda, auch der Probst Arnulf vonAchen, der 1122 starb, als Vermittler.

Nachdem der Bischof Otbert von Lüttich am 31. Januar1119 gestorben war, entstand Streit um die Besetzung desreichen Hochstiftes. Der Kaiser ertheilte die Investitur, wiees heisst, gegen siebentausend Pfund Silber dem ArchidiakonAlexander, welchem der Erzbischof Friedrich von Köln dieWeihe versagte. Eine neue Wahl wurde durch den HerzogGottfried von Niederlothringen vereitelt. In Köln einigte mansich dann zur Wahl des Lütticher Domherrn Friedrich, der,unterstützt von seinem Bruder, dem mächtigen Grafen Gott-fried von Namur und Walrabo von Limburg, dem Sohnedes entsetzten Herzogs Heinrich von Niederlothringen, vonden Bürgern und dem Klerus von Lütticli, sich im Besitzedieser Stadt behauptete. Der Zwiespalt in Niederlothringenzwischen den Anhängern Friedrichs und Alexanders rief denKaiser selbst dahin. Am 21. November war er mit seinerGemahlin Mathilde, Tochter des Königs Heinrichs I. vonEngland, in Mastricht und einige Tage nachher in Achen.Am 26. October war Friedrich zu Reims vom Papste CalixtII. zum Bischöfe von Lüttich geweiht und Alexander nebstseinen Anhängern excommunicirt worden. Am 27. Mai 1121starb Bischof Friedrich von Lüttich, wie man glaubte, anGift. Alexander bemächtigte sich nun des Sprengeis und dieLütticher erkannten ihn an. Erzbischof Friedrich von Kölnaber erklärte die Wahl für ungültig, »weil die Lütticher mitdem gebannten Herzog Gottfried von Niederlothringen Ge-meinschaft gepflogen und deshalb keine kirchliche Handlunghätten vornehmen können.« Diese Angelegenheiten riefen denKaiser von Neuem nach Niederlotliringen. Am 26. März1122 feierte er zu Achen Ostern und hielt hier einen Hof-tag, auf welchem der Erzbischof Friedrich von Köln, dieBischöfe von Utrecht, Münster und Osnabrück, der HerzogGottfried und andere Grossen erschienen. Von Achen begabder Kaiser sich nach Liittich, wo er sich für die ParteiAlexanders entschied. Falkenburg, das einem Anhänger Bi-