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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
Seite
108
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108 Heinrichs IV. letzte Lebensjahre. Achen ihm zugethan.

dieser die Villa Walhorn im Ardennengau und die Vogteiüber diesen Ort sowie über Lonzen und Manderfeld.

Da Konrad, der zum Könige gesalbte Sohn Heinrichs IV.,in Italien mit den Gegnern des Vaters sich vereinigte unddie Sache der Kirche ergriff, liess dieser denselben im Mai 1098auf einem Tage zu Köln von den Fürsten absetzen und seinenjüngern erst sechszehn Jahre alten Sohn Heinrich zum Kö-nige wählen. Heinrich schwor, nie das Leben oder die Frei-heit des Vaters zu gefährden, auch bei dessen Lebzeiten sichin die Regierung des Reiches nicht zu mischen. Der Kaiserfeierte Weihnachten in Köln und liess am 6. Januar 1099seinen Sohn in Achen feierlich zum Könige krönen. Nachdem Geschichtschreiber Eckehard leistete der Gekrönte demVater den Eid der Treue auf das Crucifix und auf die heiligeLanze.

Gegen Ende des Jahrhunderts war Godschalk Probstder Marienkirche zu Achen, der am 24. November 1098starb. Als achter Probst folgte Albertus, der 1108 als KanzlerHeinrichs V. starb.

König Heinrich V. setzt auf die Klage des Adalberts-stiftes zu Achen und dessen Hofleute in dem Dorfe Olne imArdennengau am 13. August 1103 fest, worin die Befugnissedes Vogtes zu Olne über die Hofleute daselbst bestehen.

Die letzten Jahre der stürmevollen Regierung des Kai-sers waren für ihn die reichsten an Kummer und Demüthi-gung. Dem Abfalle des altern Sohnes Konrad, der am 27.Juli 1101 starb, und der offenkundigen Entzweiung mit sei-ner zweiten Gattin, folgte der Abfall seines zweiten Sohnes,des Königs Heinrich V., der endlich durch Verrath undMeineid den Vater in seine Hände brachte, auf der BurgBöckelheim in der Nähe von Kreuznach ihn so lange einerunwürdigen Behandlung preisgab, bis derselbe in Ingelheim1105 dem Reiche entsagte. Da aber der Sohn die Bedin-gungen nicht erfüllte, floh der Vater rheinabwärts und fandbeim Landvolk und in den Städten Bonn, Köln, Jülich,Achen und Lüttich eine für seine Sache günstige Stimmung.An den Ereignissen des letzten Regierungsjahres des Kaisershat Achen einen bedeutenden Antheil genommen, ja dieselben